VfB Stuttgart

Walter und der VfB wollen zurück in die Erfolgsspur

Stuttgarts Trainer Tim Walter
Stuttgarts Ex-Trainer Tim Walter. Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild © dpa

Stuttgart. Holstein Kiel hat Tim Walter die Chance gegeben, seine besondere Fußballphilosophie erstmals einem größeren Publikum zu zeigen. Nun empfängt er Kiel mit seinem neuen Club VfB Stuttgart. Nach der ersten Saisonniederlage will der Bundesliga-Absteiger schnellstmöglich zurück in die Erfolgsspur. Auch mit Blick auf den HSV-Doppelpack Ende Oktober. Walter sagt klipp und klar: „Die drei Punkte bleiben hier, danach dürfen sie wieder gewinnen.“

„Na klar“ tue es ihm weh, wenn er den Blick nach unten in der Tabelle der 2. Liga richte. Denn Trainer Tim Walter vom VfB Stuttgart sieht dort, dass sein Ex-Club Holstein Kiel nach neun Spieltagen auf dem Abstiegsrelegationsplatz steht. Und mit Kiel fühlt er sich innerlich noch verbunden. Schließlich habe ihm der Verein in der vergangenen Saison „die Möglichkeit verschafft, im Profifußball die ersten Schritte zu gehen“, sagte Walter am Freitag.

„Die drei Punkte bleiben hier, danach dürfen sie wieder gewinnen“

Sein Mitgefühl muss der 43-Jährige nun aber für kurze Zeit ausblenden. Denn am Sonntag (13.30 Uhr/ZVW-Liveticker) empfängt er die „Störche“ mit seinem neuen Club VfB und sagt klipp und klar: „Die drei Punkte bleiben hier, danach dürfen sie wieder gewinnen.“ Nach der ersten Saisonniederlage gegen Aufsteiger und Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden steht der Absteiger unter Druck und will im Rennen um die sofortige Bundesliga-Rückkehr schnellstmöglich wieder zurück in die Erfolgsspur. Da spielt die Vergangenheit von Tim Walter keine Rolle.

Zudem tritt der Tabellenzweite danach zweimal beim Spitzenreiter Hamburger SV an - zunächst in der Liga (26. Oktober) und dann im DFB-Pokal (29. Oktober). Da wäre es gut, frisches Selbstvertrauen in Form von drei Punkten zu sammeln. Doch Walter interessiert zunächst nur die Partie gegen Kiel. „Das ist das wichtigste Spiel. Wir wollen dieses Spiel gewinnen und werden es auch gewinnen.“ Es spielt für ihn dabei keine Rolle, dass viele der Kieler Profis seine Spielphilosophie noch sehr gut kennen - und möglicherweise besser als andere wissen, wie man den VfB knackt.

„Wehen hat uns kein Bein gestellt, wir haben uns selber ein Bein gestellt“

Mit seiner besonderen Spielidee mit viel Offensive, Kurzpässen, häufigen Positionswechseln und aufrückenden Innenverteidigern führte Walter die Kieler in der vergangenen Saison auf Rang sechs. Das machte ihn auch interessant für den VfB, der von ihm nicht nur erfolgreichen, sondern auch attraktiven Fußball erwartet. Aber die Cannstatter arbeiten noch daran, die Ideen ihres Trainers besser umzusetzen - und vor allem mehr Tore zu erzielen. Auch in Kiel hat es damals eine Weile gedauert, bis das Konzept saß.

„Wir haben das erste Spiel gewonnen und sind gut in die Saison gestartet, aber trotzdem waren die Prinzipien nicht schneller da“, sagte der zentrale Mittelfeldspieler Atakan Karazor. Er muss es wissen, schließlich ist er im Sommer mit Walter vom hohen Norden nach Stuttgart gekommen. Der Coach sieht in der Umsetzung einen fortlaufenden Prozess. Und er glaubt nicht, dass sein System und seine Taktik verantwortlich waren für die Pleite gegen Wehen Wiesbaden. „Wehen hat uns kein Bein gestellt, wir haben uns selber ein Bein gestellt“, erklärte er und hofft darauf, gegen Kiel nicht zum zweiten Mal nacheinander gegen einen schwächeren Gegner Punkte liegen zu lassen.

Atakan Karazor: „Es ist ein gewisser Druck da“

Ersetzen muss er am Sonntag neben dem Linksverteidiger Borna Sosa (Gehirnerschütterung) einen seiner wichtigsten Profis: Spielmacher Daniel Didavi fällt wegen eines Muskelbündelrisses noch eine Weile aus. Als Ersatz kommen gleich drei Spieler infrage: Philipp Förster, Philipp Klement oder auch Orel Mangala. Wen er in die Startelf stelle, entscheide er nach den Trainingseindrücken, erklärte Walter. Für Karazor geht es nach der Niederlage gegen Wehen Wiesbaden vor allem darum, einen klaren Kopf zu behalten. „Es ist ein gewisser Druck da, mit dem müssen wir am Sonntag umgehen, diese Gedanken ‚wir müssen, wir müssen, wir müssen‘ am besten ummünzen in ‚wir wollen‘.“


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