VfB Stuttgart

Warum Philipp Förster keine Anlaufzeit benötigt

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Philipp Förster: Immer wieder auf der Zehnerposition zu finden, war er viel unterwegs und wich auch gerne auf die Flügel aus. Ein satter Abschluss aus der Distanz (25.) fand nicht seinen Weg ins Ziel, aber in der Nachspielzeit legte er quer auf den mitgelaufenen Al Ghaddioui und holte sich so den Assist für den späten Siegtreffer - Note: 2 © ZVW/Danny Galm
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Zweikampf zwischen Nürnbergs Geis (l.) und Sandhausens Förster
Nürnbergs Johannes Geis (l.) und Sandhausens Philipp Förster kämpfen um den Ball. Foto: Uwe Anspach/Archivbild © Uwe Anspach
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Stuttgarts Philipp Förster spielt den Ball
Stuttgarts Philipp Förster (M) erzielt ein Tor. Foto: Thomas Kienzle/Archivbild © Thomas Kienzle

Stuttgart. Philipp Förster sagt über sich selbst, dass er ein "Spätzünder" ist. Tatsächlich verlief die Karriere des Neuzugangs des VfB Stuttgart nicht geradlinig. Bei den Schwaben kann der Mittelfeldspieler nun erstmals auf größerer Bühne sein Potenzial zeigen. 

Philipp Förster hat einen Umweg genommen. Der VfB Stuttgart hätte es einfacher mit dem Mittelfeldspieler haben können, stattdessen fand man erst auf den letzten Drücker wieder zueinander. Schon vor rund neun Jahren hatte der VfB Förster in der Jugend des Karlsruher SC entdeckt, ihm den Sprung in die Fußball-Bundesliga vier Jahre später aber nicht zugetraut, also ließ man ihn wieder ziehen, um ihn schließlich am letzten Tag der Transferperiode am 2. September für drei Millionen Euro zurückzuholen. Es war eine Investition, die überraschte.

Ex-Trainer Kocak: "Er bringt gute Voraussetzungen mit"

Denn zum einen war der Kader des Zweitligisten zu diesem Zeitpunkt ohnehin schon üppig besetzt. Zum anderen hatte sich der 24-Jährige in Fußball-Deutschland bisher nicht in den Fokus gekickt. Er spielte in der Regionalliga für den SV Waldhof Mannheim, und kam anschließend beim 1. FC Nürnberg nur für die 2. Mannschaft zum Einsatz, erst beim beschaulichen SV Sandhausen zeigte Förster dann seine Klasse, die ihn auch für den VfB wieder interessant machte. "Spielintelligenz, Technik, Laufbereitschaft und Physis. Er bringt gute Voraussetzungen mit", sagt sein Ex-Trainer Kenan Kocak.

Der 38-Jährige hat ihn schon früh entdeckt. Der fleißige Förster war ihm bei Jugendspielen des VfB aufgefallen, weshalb Kocak ihn 2014 als Trainer nach Mannheim lotste. Auch als Sandhausen-Coach erinnerte sich Kocak später wieder an Förster, holte ihn 2017 an den Hardtwald und formte aus ihm einen Zweitliga-Profi. Für die Zukunft traut Kocak seinem ehemaligen Spieler noch einiges zu. "Er hat auch noch Luft nach oben, das weiß er auch selbst", sagte Kocak. "Aktuell spielt er in der 2. Liga, aber er kann auch noch eine Liga höher spielen."

Keine Probleme mit Walters anspruchsvoller Fußball-Philosophie

Ein lange Anlaufzeit benötigte Förster beim VfB jedenfalls nicht. Trotz des anspruchsvollen Systems von VfB-Trainer Tim Walter fand Förster direkt einen Startelf-Platz in der Mittelfeldraute der Schwaben. Beim jüngsten 2:0-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth gelang ihm trotz insgesamt schwacher Leistung im zweiten Einsatz für den VfB sogar sein erster Treffer. Dass er vergleichsweise problemlos mit Walters Fußball-Philosophie zurechtkommt, hat auch mit seiner Vergangenheit beim KSC zu tun.

In der Jugend des badischen Rivalen hatte Förster bereits unter dem Trainer Walter gespielt. "Seine Spielweise imponiert mir sehr. Ich glaube, das kommt mir entgegen", sagte Förster. Walter freute sich, dass er dank Förster einen "körperlich robusten" Spieler für sein breit besetztes Mittelfeld dazugewonnen hat. Und einen mit "einem guten Zug zum Tor". Das hat Förster gegen Fürth bereits bewiesen.


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