VfB Stuttgart

Was Markus Weinzierl in seiner Zeit beim VfB Stuttgart gelernt hat

Training FC Augsburg
Spürt beim FC Augsburg «den Nach-Hause-Kommer-Effekt»: Trainer Markus Weinzierl kommt zum Training. Foto: Sven Hoppe/dpa © Sven Hoppe

Markus Weinzierl ist nach eigenem Empfinden nicht mehr der gleiche Trainer wie bei seinem ersten Engagement beim FC Augsburg. «Natürlich bin ich nicht mehr der Gleiche, weil ich viel erlebt habe. Ich gehe selbstkritisch und reflektiert mit meiner Vergangenheit um. Jeder Trainer profitiert vom Erlebten», sagte der 46-Jährige dem «kicker» vor dem Wiedersehen mit dem VfB Stuttgart am Freitag (07. Mai/20.30 Uhr). «Erfahrene Trainer haben gegenüber jungen einen großen Vorsprung. Alles, was du zum zweiten oder dritten Mal erlebst, kannst du souveräner meistern. Beim ersten Mal ist es am schwierigsten.»

Weinzierl hatte den FCA in der Bundesliga schon mal vier Jahre lang betreut und damals einen couragierten Umschaltfußball gepflegt. 2016 wechselte er nach wochenlangem Vertragspoker und «Nebengeräuschen», wie er es bei seiner Vorstellung in der vergangenen Woche selbst ausdrückte, erst gegen eine Zahlung von angeblich rund drei Millionen Euro Ablöse zum FC Schalke 04. Danach arbeitete Weinzierl auch beim VfB. Vergangenen Sonntag holte ihn der vom Abstieg bedrohte Fußball-Bundesligist nach der Trennung von Heiko Herrlich zurück nach Augsburg.

Er habe auf Schalke und beim VfB Stuttgart viel gelernt, sagte Weinzierl, etwa «wie wichtig Kommunikation ist». Es heiße bei Misserfolg schnell, man habe nicht ausreichend kommuniziert. «Aber mit einem Kader von 30 Profis ist es schwierig, allen gerecht zu werden. Für mich ist wichtig, eine gute Kaderstruktur zu haben, in der jeder Spieler seine Rolle hat», sagte Weinzierl.