VfB Stuttgart

Wie der VfB Stuttgart auf das Coronavirus reagiert

VfB Stuttgart - Karlsruher SC 24.11.2019_0
Symbolbild. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Über 80 Personen haben sich in Baden-Württemberg mittlerweile mit dem Coronavirus infiziert. Im ganzen Land wurden Messe, Basare und Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Das kommende Heimspiel des VfB Stuttgart gegen Spitzenreiter Arminia Bielefeld am Montagabend (20.30 Uhr/ZVW-Liveticker) steht aktuell aber nicht auf der Kippe. Bislang wurden für das Flutlichtspiel 51.000 Tickets verkauft. „Aktuell liegen uns keine Informationen oder Weisungen vor, die eine reguläre Durchführung des Heimspiels gegen Arminia Bielefeld beeinflussen oder verhindern würden“, sagt Finanzvorstand Stefan Heim. „Sollte sich dies ändern, werden wir umgehend breit und umfassend kommunizieren.“ 

Der Verein veröffentlichte allerdings am Freitag folgende Informationen zur Infektionsprävention für Stadionbesucher:

  • Wenn Sie sich krank fühlen, Kontakt mit erkrankten oder infizierten Personen hatten oder jüngst in einer vom Robert-Koch-Institut ausgewiesenen Krisenregion aufgehalten hatten, prüfen Sie bitte, ob Sie das Spiel tatsächlich besuchen wollen.
  • Beachten Sie bitte die in der Mercedes-Benz Arena aushängenden Hygieneempfehlungen zur Infektionsprävention.
  • Bei der Personenkontrolle an den Stadioneingängen ist dem Ordnungsdienst nach Aufforderung der Rücken zuzudrehen, sodass bei der Kontrolle kein direkter Face-to-Face-Kontakt entstehen kann. Bitte berücksichtigen Sie, dass dieses Prozedere eine längere Kontrolldauer mit sich bringen wird.
  • Das Mitführen von Handdesinfektionsmitteln ist bis zu einer Flaschen-/Packungsgröße von 100 ml erlaubt.
  • Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass den Spielern empfohlen wurde, bis auf Weiteres auf Selfies, das Autogramme-Geben sowie das Abklatschen nach Abpfiff zu verzichten.

Pressesprecher Tobias Herwerth bekräftigte am Freitag auf der Spieltags-Pressekonferenz nochmals, dass man im „regen Austausch“ mit den zuständigen Behörden stünde. „Wir hoffen, dass wir mit diesen Maßnahmen dazu beitragen können, dass das Spiel stattfindet. Bis auf weiteres ist das so. Sobald es aber eine andere Empfehlung gibt, müssen wir uns neu orientieren.“ Trainer Pellegrino Matarazzo hat bezüglich der Corona-Maßnahmen „Vertrauen in unseren Verein“. Zur Begrüßung gebe man sich aktuell innerhalb des Teams und des Betreuerstabs aber vorsorglich nur noch eine Faust oder den Ellbogen.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 ist in Deutschland inzwischen auf 534 gestiegen. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Freitagmorgen mit. Der Erreger ist demnach in 15 Bundesländern nachgewiesen, die meisten registrierten Fälle seit Jahresanfang gibt es in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. In Sachsen-Anhalt wurde bislang keine Infektion gemeldet.