VfB Stuttgart

"Wir wissen, dass er besser spielen kann"

VfB Stuttgart - Fortuna Düsseldorf_8
...im linken Halbfeld: Takuma Asano... © Danny Galm

Stuttgart.
Zuletzt machte der „Jaguar“ gegen den Karlsruher SC fette Beute: Der „Jaguar“ - so wird Takuma Asano aufgrund seiner Schnelligkeit in Japan genannt - schlug im Derby gegen die Badener gleich zweimal zu. „Damit hat er uns sehr geholfen“, so sein Cheftrainer Hannes Wolf. „Die beiden Treffer waren nach fünf sieglosen Spielen nicht ganz unwichtig.“

Zuletzt ein wenig zahm

Dennoch wirkt der „Jaguar“ in letzter Zeit ein wenig zahm. Zu zahm, so die Meinung einiger Anhänger. Des Öfteren hat der flinke Japaner in dieser Spielzeit seine Qualität schon aufblitzen lassen, sich aber auch einige Pausen gegönnt.

Nach dem Ausfall von Carlos Mané durfte Asano zunächst auf dessen angestammter Position auf dem rechten Flügel ran. Dort wirbelten zuletzt Alexandru Maxim oder der junge Kroate Josip Brekalo. Asano kam in den letzten Partien wieder vermehrt über die linke Seite, wo er auch in der Hinrunde spielte.

Es fehlt die Konstanz

„Takuma zwingt dem Gegner Intensität auf. Er ist immer da“, erläutert Hannes Wolf die Stärken seines trickreichen Flügelspielers. Dass er seine Gegenspieler mit „viel Tempo und Konstanz“ in Zweikämpfe verwickelt, sei „fies“ für den Gegner, so Wolf. Doch die Konstanz fehlte beim kleinen Japaner in den letzten Partien.

In den letzten Spielen leistete sich der vom FC Arsenal London ausgeliehene Flügelstürmer einige Unkonzentriertheiten. Die Dribblings misslangen, der Ball wollte nicht so wie er wollte oder ein beinharter Verteidiger zog dem flinken Linksfuß durch robuste Spielweise den Zahn. Gegen Union Berlin war nach 63 Minuten Schluss, gegen Nürnberg nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit.

„Er ist ein wichtiger Spieler für uns"

„Konstant auf dem Niveau als Stammspieler zu spielen ist schwer“, erläutert Hannes Wolf. Asano sei ein junger Spieler, der zudem das erste Mal fern der Heimat in einem anderen Kulturkreis zurechtkommen müsse. „Da gibt es Dellen, die waren zuletzt schon da. Wir wissen, dass er besser spielen kann.“

Trotzdem ist der Japaner ein wichtiger Bestandteil der Stuttgarter Mannschaft: „Der Gegner wird durch seine Spielweise müde und deshalb ist er ein wichtiger Spieler für uns“, erklärt Hannes Wolf.  

Wieder fette Beute am Sonntag?

Mit seinem Tempo und mit seinen guten Flanken gehört der 1,73 Meter großen und 71 Kilogramm schwere Asano zu den Spitzenleuten der 2. Liga. Doch seine Verspieltheit sowie zu viele verlorene Zweikämpfe zeigen, wo er sich noch verbessern muss. In Sachen Durchsetzungsvermögen hat er noch viel Luft nach oben. Ebenso in Sachen Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.

Ob Asano am Sonntag gegen den FC Erzgebirge Aue (13:30 Uhr/ZVW-Liveticker) wieder von Beginn an ran darf, ließ Hannes Wolf am Freitag offen. Womöglich hat sich der „Jaguar“ in den letzten Spielen nur eine kleine Ruhepause gegönnt und macht am Sonntag wieder fette Beute.