VfB Stuttgart

Wolfsburg lässt dem VfB keine Chance

VfB Stuttgart zu Gast in Wolfsburg_0
Auch Kapitän Christian Gentner, der drei Tage nach dem tragischen Tod seines Vaters auf dem Rasen stand, konnte die zehnte Saisonniederlage des VfB nicht verhindern. © ZVW/Danny Galm

Wolfsburg. Es bleibt dabei: Wolfsburg ist kein gutes Pflaster für den VfB Stuttgart. Seit über zehn Jahren warten die Schwaben auf einen Sieg in der Autostadt und auch am Dienstagabend gab es in der VW-Arena nichts zu holen. Im letzten Auswärtsspiel des Jahres kassierte die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl eine verdiente 0:2-Niederlage. 

Nach dem Erfolgserlebnis gegen Hertha BSC am vergangenen Samstag also ein erneuter Rückschlag für die Stuttgarter, die wieder auf den Relegationsplatz abrutschen. Die Wölfe hingegen klettern nach dem fünften ungeschlagenen Spiel in Serie zumindest für eine Nacht auf den 6. Tabellenplatz.

Aidonis und Gentner in der VfB-Startelf

Bei den Schwaben gab es im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen Berlin zwei Veränderungen in der Anfangsformation:  Der 17-jährige Antonis Aidonis feierte in der VW-Arena seine Startelf-Premiere in der Bundesliga und verteidigte für Andreas Beck (Knieprobleme) hinten rechts.

Zudem kehrte Anastasios Donis zurück in die erste Elf, wo drei Tage nach dem tragischen Tod seines Vaters auch Kapitän Christian Gentner stand. "Es war natürlich zunächst brutal, aber dann hat er sich gemeldet und gesagt, dass er spielen will", sagte VfB-Trainer Markus Weinzierl kurz vor dem Anpfiff beim Pay-TV-Sender Sky. "Wir hätten jede Entscheidung akzeptiert", sagte der Coach, der "sehr, sehr froh" war, dass Gentner spielte: "Er ist wichtig für uns, weil er die Kapitän ist."

VfL-Trainer Bruno Labbadia veränderte seine Startelf ebenfalls auf zwei Positionen und brachte Roussillon und Mehmedi für Uduokhai und Malli. 

Guilavogui köpft die Wölfe in Führung

Bei eisigen Temperaturen entwickelte sich eine unterhaltsame und abwechslungsreiche Partie. Beide Teams spielten in der Anfangsphase selbstbewusst und munter drauf los. Wolfsburgs Maximilian Arnold prüfte zunächst mit zwei strammen Schüssen VfB-Keeper Zieler (10. und 18.), ehe er seinem Kapitän Joshua Guilavogui das Führungstor auflegte. Mit einem wuchtigen Kopfball aus zwölf Metern brachte der Franzose die Wölfe in Führung (24.). 

Kurz vor der Halbzeitpause verpassten die Hausherren zunächst ihren zweiten Treffer. Admir Mehmedi drosch den Ball deutlich über den VfB-Kasten (40.). Doch dann legte Santiago Ascacibar dem Wolfsburger Mittelstürmer Wough Weghorst den Ball mustergültig auf. Der Niederländer blieb vor Ron-Robert Zieler cool und schob den Ball zum 2:0-Pausenstand in den Stuttgarter Kasten (44.). 

Solide VfL-Defensive, harmlose VfB-Offensive

Mit der komfortablen Führung im Rücken kontrollierten die Hausherren die Partie in den zweiten 45 Minuten. Während die Elf von Bruno Labbadia in Halbzeit zwei voll auf Konter setzte, tat sich der VfB im Offensivspiel auch nach der Einwechslung von Daniel Didavi (ab der 54. Minute für Chadrac Akolo) weiter schwer.

Ein probates Mittel gegen die gut gestaffelte Wolfsburger Defensive fanden die Schwaben nicht. Einzig wenn die Hausherren sich selbst in Bedrängnis brachten, näherten sich die Gäste dem Tor von Koen Casteels. Wirklich eingreifen musste der Wolfsburger Schlussmann allerdings nicht. Aus dem Spiel heraus ging bei der Weinzierl-Elf wenig bis gar nichts zusammen und so kassierten die Stuttgarter im letzten Auswärtsspiel des Jahres verdient ihre zehnte Saisonniederlage.

Am kommenden Samstag bestreitet der VfB Stuttgart in der Mercedes-Benz Arena sein letztes Hinrundenspiel gegen den FC Schalke 04 (15.30 Uhr / ZVW-Liveticker). Der VfL Wolfsburg muss am Sonntag zum Jahresabschluss beim FC Augsburg ran (15.30 Uhr).


VfL Wolfsburg - VfB Stuttgart 2:0 (2:0)

Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Roussillon (72.Uduokhai) - Guilavogui - Gerhardt, Arnold (79. Rexhbecaj) - Mehmedi (84. Steffen) - Ginczek, Weghorst 

Stuttgart: Zieler - Aidonis (81. Dajaku), Baumgartl, Kempf, Insua - Ascacibar, Gentner - Akolo (54. Didavi), Gonzalez - Donis (46. Thommy) - Gomez

Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen)

Zuschauer: 21.780

Tore: 1:0 Guilavogui (24.), 2:0 Weghorst (44.) 

Gelbe Karten: Roussillon (39.) / Gonzalez (50.), Aidonis (80.)