VfB Stuttgart

Zwei VfB-Profis bei der EM: So stehen die Chancen von Darko Churlinov und Sasa Kalajdzic

Sasa Kalajdzic
Sasa Kalajdzic im Trikot der österreichischen Nationalmannschaft. Foto: Jane Barlow/PA Wire/dpa © Jane Barlow

Am Freitag (11.06.) eröffnen Italien und die Türkei in Rom die Europameisterschaft. Zwei Tage später greifen auch zwei Profis des VfB Stuttgart erstmals ins Turnier ein - und Darko Churlinov (Nordmazedonien) und Sasa Kalajdzic (Österreich) treffen direkt im ersten Gruppenspiel aufeinander. Vor dem Turnierstart nehmen wir die beiden Stuttgart in den Fokus: Wie stehen ihre Startelf-Chancen, was ist für ihre Teams bei der Euro möglich?

Wie stehen die Startelf-Chancen der VfB-Profis?

Im Auftaktmatch der Gruppe C treffen die Österreicher am Sonntag (13.06) um 18 Uhr in Bukarest auf den EM-Neuling Nordmezedonien. Dass die beiden Stuttgarter Kicker in der Startelf stehen werden, ist jedoch unwahrscheinlich. In der österreichischen Sturmreihe gilt der 32 Jahre alte Marko Arnautovic (Sanghai Port) als gesetzt. Da die ÖFB-Auswahl voraussichtlich in einer 4-2-3-1-Grundordnung starten werden, dürfte für Kalajdzic zunächst nur der Platz auf der Bank bleiben.

So wird es wohl zunächst auch Darko Churlinov ergehen, der mit 20 Jahren der jüngste Spieler im Kader der Nordmazedonier. Zudem ist er der jüngste Nationalspieler in der kurzen Verbandsgeschichte (seit 1994): Er war 16 Jahre und acht Monate alt, als er im März 2017 zu seinem Debüt kam. Inzwischen stehen drei Einsätze und ein Tor zu Buche. Für das Turnier plant Nationaltrainer Igor Angelovski mit einem 3-5-2-System und Churlinov als Ergänzungsspieler, der sich aber durchaus Chancen auf Joker-Einsätze ähnlich wie zuletzt beim VfB ausrechnen darf. 

„Alles und nichts“: So stehen die Chancen der Österreicher

Bei vielen Fans und Experten aus der Alpenrepublik gilt die aktuelle Mannschaft von Trainer Franco Foda als beste österreichische Nationalmannschaft aller Zeiten. Neben Neu-Real-Madrid-Star David Alaba zählen viele seiner Teamkollegen bei deutschen Topclubs zu Leistungsträgern. So zum Beispiel Marcel Sabitzer (RB Leipzig), Martin Hinteregger (Eintracht Frankfurt) und Xaver Schlager (VfL Wolfsburg). Österreichs Nationalteam hat mehr Bundesliga-Spieler im Kader als Deutschland selbst.

Doch aus der Vielzahl an guten Spielern eine funktionierende Einheit zu formen, ist bislang unter Foda noch nicht wirklich gelungen. „Was im Detail so glänzt und glitzert, mutiert unter seiner taktischen Ausrichtung zu einem farblosen Kollektiv“, urteilt das Fachmagazin kicker.

Bei der Euro sei „alles und nichts“ möglich, sagte VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic vor kurzem dem Magazin 11 Freunde: „Wir haben enorm viel Potenzial, und wenn wir das in gute Leistungen umwandeln, können wir viel erreichen.“ Allerdings verlor Österreich vor knapp zwei Monaten in der WM-Qualifikation gegen Dänemark mit 0:4. „Wenn wir spielen wie gegen Dänemark, wird's übel“, so Kalajdzic. Mit Blick auf die Gruppen-Gegner sollte der Einzug in die K.o.-Phase allerdings das Minimalziel sein.

Wie ist die Perspektive der Nordmazedonier?

Ebenso wie die erste Teilnahme an einer Europameisterschaft geht auch der Sensationssieg im WM-Qualispiel gegen Deutschland (2:1) in die nordmazedonischen Geschichtsbücher ein. Im Turnier ist die Truppe um Altstar Goran Pandev (37 Jahre alt/119 Länderspiele/38 Tore) krasser Außenseiter. Der Euphorie im kleinen Land mit nur 2,1 Millionen Einwohnern tut das allerdings keinen Abbruch.

Neben Pandev sind Eljif Elmas (21) und Enis Bardhi (25) die vielversprechendsten Spieler eines Teams, das sich gegen Österreich und die Ukraine durchaus Chancen ausrechnen darf. Was an ganz besonderen Tagen möglich ist, demonstrierte die Mannschaft im März gegen die DFB-Auswahl.

Unterschätzen sollten die Gegner den EM-Neuling also nicht. Der Einzug ins Achtelfinale wäre dennoch eine Sensation - und ein weiteres Kapitel für die Geschichtsbücher an dem VfB-Profi Churlinov nur allzu gerne mitschreiben möchte.

Wie ist der Spielplan der Gruppe C?

  • Sonntag, 13. Juni: Österreich - Nordmazedonien (18 Uhr/Bukarest)
  • Sonntag, 13. Juni: Niederlande- Ukraine (21 Uhr/Amsterdam)
  • Donnerstag, 17. Juni: Ukraine - Nordmazedonien (15 Uhr/Bukarest)
  • Donnerstag, 17. Juni: Niederlande - Österreich (21 Uhr/Amsterdam)
  • Montag, 21. Juni: Nordmazedonien - Niederlande (18 Uhr/Amsterdam)
  • Montag, 21. Juni: Ukraine - Österreich (18 Uhr/Bukarest)