VfB Stuttgart

VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo: „Die Mannschaft muss von innen heraus leben“

Pellegrino Matarazzo
„Unterm Strich war es ein gelungener Test“, sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo nach dem 4:2 gegen Racing Strasbourg. © Danny Galm

Die Generalprobe war wie die gesamte Saisonvorbereitung nicht nur schweißtreibend, sondern auch schmerzhaft. Mit 4:2 (2:2) gewann der VfB Stuttgart am Samstag sein letztes Testspiel gegen Racing Strasbourg. Was er dabei - vor allem in der zweiten Halbzeit - offensiv anbot, dürfte den Fußball-Bundesligisten zuversichtlich stimmen für seinen Pflichtspiel-Auftakt im DFB-Pokal bei Drittligist Hansa Rostock am kommenden Sonntag (15.30 Uhr).

Doch sorgenfrei sind die Schwaben nicht. Die Defensive wackelte gegen den französischen Erstligisten phasenweise bedenklich und die Verletzungen häufen sich. „Unterm Strich war es ein gelungener Test“, sagte VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo, der sich über die Tore von Nicolas Gonzalez (10. Minute/Foulelfmeter), Daniel Didavi (37.), Wataru Endo (52.) und Sasa Kalajdzic (55.) freuen durfte. Vor allem nach der Pause habe man „gesehen, wie wir Fußball spielen können“. Davor allerdings auch, wie viel die junge Truppe des VfB noch lernen muss.

„Wir müssen auch lernen, mit so einer unsicheren Phase umzugehen“

Überrascht von der Mittelfeld-Raute des Gegners, hatte sie „in den ersten 30 Minuten wenig Zugriff“, wie der Coach analysierte. „Ich bin froh, dass der Gegner uns überrascht hat“, erklärte Matarazzo im Nachgang. Ludovic Ajorque (9.) und Adrien Thomasson (14.) nutzten das Chaos, weitere gute Chancen ließen die Elsässer aus. Doch ganz bewusst stellte Matarazzo sein System erst spät um.

„Wir müssen auch lernen, mit so einer unsicheren Phase umzugehen“, so Matarazzo. „Die Mannschaft muss auch mal selbst Lösungen finden. Sie muss von innen heraus leben.“ In dieser Hinsicht, so die Meinung des Trainers, war das Spiel gegen Strasbourg „genau die Erfahrung, die wir gebraucht haben.“

Was er damit freilich nicht meinte, waren die Verletzungen in der ersten Halbzeit. Erst musste Verteidiger Marc Oliver Kempf mit einer Platzwunde am Kopf ausgewechselt werden (34.), wenig später Stürmer Gonzalez nach einem Schlag auf die Hüfte (41.). Zur Pause blieb dann auch noch Torhüter Gregor Kobel mit Kopfschmerzen in der Kabine. Das Trio wird wohl nicht lange fehlen. Doch bei den Schwaben, die im Training laut Matarazzo ohnehin schon versuchen, „nicht so viel zu grätschen“, ist weiter Vorsicht geboten.

Forsch und unerfahren

Mateo Klimowicz war wegen muskulärer Probleme am Samstag gar nicht dabei und wackelt auch für die Partie in Rostock. Roberto Massimo, Lilian Egloff (beide Sprunggelenksverletzung) und Erik Thommy (Ellenbogenbruch) sind sowieso schon länger raus. Genau wie Philipp Förster (Probleme am Wadenbein) und Konstantinos Mavropanos (Leistenprobleme).

Wann Letzterer wieder spielen kann, ist laut Matarazzo „unvorhersehbar“. Wie so vieles beim VfB derzeit. Die Schwaben sind einerseits forsch, andererseits unerfahren. Und eine Woche vor dem Saisonstart eine echte Wundertüte.