VfB Stuttgart

VfB-Urgestein Gerhard Wörn feiert 30-jähriges Dienstjubiläum

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Gerhard Wörn (63) feiert sein 30-jähriges Dienstjubiläum beim VfB. © ZVW/Benjamin Büttner

Gerhard Wörn fehlt bei keinem Spiel und keiner Trainingseinheit des VfB Stuttgart. Der 63-Jährige behandelt die größeren und kleineren Verletzungen der Profis und ist nebenbei noch Kummerkasten für die Spieler. Sein Verhältnis zu den Kickern umschrieb er einmal mit den Worten: "Pädagoge, väterlicher Freund, Beichtvater - es beinhaltet viele verschiedene Rollen." Die Deutsche Meisterschaft 1992, der DFB-Pokalsieg 1997 und der letzte nationale Titelgewinn der Stuttgarter 2007 – Wörn war bei vielen VfB-Triumphen hautnah mit dabei, weinte aber auch bittere Tränen nach den Abstiegen 2016 und 2019. In der abgelaufenen Saison durfte er mit „seinem VfB“ die erneute Rückkehr in die Bundesliga bejubeln. Mit anderen Worten: Der Physiotherapeut der Schwaben ist ein absolutes Urgestein des Vereins und feiert in diesem Jahr ein ganz besonderes Dienstjubiläum: 30 Jahre VfB.

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Gerhard Wörn bei der Arbeit. © ZVW/Danny Galm


In den ersten Jahren seiner Fußballerkarriere spielte Wörn bei seinem Heimatverein, der Sportvereinigung Weil im Schönbuch. 1972 wechselte der Mittelfeldspieler im Alter von 14 Jahren in die B-Jugend des VfB Stuttgart, wo er sich schnell zu einer festen Größe entwickelte. Mit der A-Jugend holte er 1975 seinen ersten großen Titel, die Deutsche Meisterschaft. Gemeinsam mit Hansi Müller folgte die Berufung in den Profikader. Unter Trainer Jürgen Sundermann gelang in der Saison 1976/1977 der direkte Wiederaufstieg. Zahlreiche Verletzungen und die starke Konkurrenz - auf Wörns Position spielte ein gewisser Hermann Ohlicher -  zwangen Wörn schließlich zu einem Wechsel zu den VfB-Amateuren, mit denen er 1980 seine fußballerische Karriere mit dem Gewinn der Deutschen Amateurmeisterschaft krönte.  

„Maßgeblich zu allen sportlichen Erfolgen des VfB beigetragen“ 

Ein Jahr später verließ Wörn den VfB, um beim SV Neckargerach, dem SV Göppingen sowie Normannia Gmünd bis 1990 höherklassig weiterzuspielen. Seine schmerzhaften Erfahrungen am eigenen Leib führten dazu, dass er während dieser Zeit eine Ausbildung als Masseur bzw. Physiotherapeut absolvierte. Nach einer Zwischenstation in der Göppinger Klinik am Eichert kehrte Wörn 1990 zu seinem Herzensverein zurück – und ist seitdem fester, ja beinahe schon unersetzlicher Bestandteil des VfB-Funktionsteams. „Sein ganzheitlicher Ansatz sowie sein Einfühlungsvermögen bei der Behandlung mehrerer Spielergenerationen haben bis heute maßgeblich zu allen sportlichen Erfolgen des VfB beigetragen“, bedankt sich der Verein daher nicht nur bei seinem langjährigen Physio, sondern „auch bei einem fantastischen Menschen für seinen unermüdlichen Einsatz.“