VfB Stuttgart

VfB vor Auswärtsspiel in Nürnberg: Fällt die Vorentscheidung im Aufstiegskampf?

Fußball  2. Bundesliga  VfB Stuttgart vs. SV Sandhausen
Mit Vollgas in die Bundesliga: Nicolas Gonzales und der VfB Stuttgart wollen in Nürnberg den nächsten Schritt in Richtung Wiederaufstieg machen. © Hansjürgen Britsch / Pressefoto Baumann

Wenn alles für den VfB Stuttgart läuft, könnte er am Sonntag schon einen riesigen Schritt in Richtung Bundesliga-Rückkehr machen. Grundvoraussetzung dafür ist ein Sieg beim 1. FC Nürnberg. Der Rest ist dem Trainer erst mal egal. 

Es interessiert Pellegrino Matarazzo jetzt nicht mehr, was die Konkurrenz macht. Dass sich der Hamburger SV und der 1. FC Heidenheim im direkten Duell die Punkte wegnehmen? «Ich schau nicht drauf», meint der Trainer des VfB Stuttgart. Muss er auch nicht. Denn zwei Spieltage vor dem Ende einer mal wieder turbulenten Saison haben die Schwaben als Tabellenzweiter doch wieder alles in der eigenen Hand. Mit einem Sieg am Sonntag (ab 15.30 Uhr im ZVW-Liveticker) beim 1. FC Nürnberg könnte die Bundesliga-Rückkehr des VfB bei einer gleichzeitigen HSV-Niederlage schon so gut wie perfekt sein. Aber wie der HSV spielt, das wird Matarazzo ja zunächst gar nicht mitbekommen.

VfB hat Wiederaufstieg in der eigenen Hand

«Unsere Aufmerksamkeit liegt allein auf unserer Leistung. Unsere Leistung entscheidet jetzt über unseren Weg», sagt der 42-Jährige. Einen Punkt Vorsprung haben die Stuttgarter (55) auf die drittplatzierten Hamburger (54). Dicht dahinter folgt Heidenheim (52) auf dem vierten Rang. Die Ausgangslage könnte für den VfB im Endspurt also kaum besser sein. Trotzdem steigt der Druck. Denn gewissermaßen kann der VfB Stuttgart nicht aufsteigen, er muss. Die Rückkehr in die Bundesliga wäre die Erledigung einer Pflichtaufgabe. «Wir haben alles in der Hand», sagt Matarazzo.

Der US-Amerikaner sieht sich jetzt als eine Art Mechaniker. Sein Arbeitsfeld ist die Mannschaft, die auch ihn in seinen gerade Mal rund sechs Monaten beim VfB schon vor einige Rätsel gestellt hat. Aber zwei Spieltage vor dem Saisonende der 2. Fußball-Bundesliga, so hofft Matarazzo, hat er das richtige Rezept gefunden. Vor allem «Spielfreude», «Lockerheit» und «Spaß» wünscht er sich von seinen Profis für die Partie beim FCN. Seine Mannschaft solle sich nicht so sehr auf das Endergebnis fokussieren. Ob sie angesichts des zunehmenden Drucks auch locker bleibt? «Ich kann die Schrauben drehen», sagt Matarazzo. «Am Ende gehen die Spieler den Weg.»

Zuletzt ging sein Plan auf. Beim 5:1 gegen den SV Sandhausen hatte sein Team unter der Woche eine Wucht ausgestrahlt, wie sie sich die Schwaben eigentlich für die gesamte Spielzeit erhofft hatten. Matarazzo hatte den Mut gewissermaßen vorgegeben, indem er seine Startelf auf sechs Positionen veränderte. Mit dem wiederentdeckten Offensivdrang soll nun auch der FCN überrumpelt werden. «Wir müssen die gleichen Knöpfe drücken wie gegen Sandhausen», fordert der Trainer.

Sein Spielmacher Daniel Didavi wird in Nürnberg höchstwahrscheinlich wieder nicht dabei sein. Den 30-Jährigen plagen nach seiner Knieverletzung immer noch muskuläre Probleme. Auch der gelbgesperrte Gonzalo Castro fällt am Sonntag aus. Dafür kehrt der zuletzt ebenfalls gesperrte Wataru Endo zurück in den Stuttgarter Kader.