VfB Stuttgart

Von Anfang an voll da sein

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VfB-Trainer Tayfun Korkut vor der Partie am Mittwoch in Leipzig. © ZVW/Danny Galm

Stuttgart
Die negative Bilanz des VfB bei Gastspielen in der Mainzer Opel-Arena ist auch VfB-Chefcoach Tayfun Korkut nicht entgangen. Seit 2005 konnte der VfB dort nicht mehr gewinnen. Am kommenden Sonntag (15.30 Uhr) steht die Neuauflage an. Dass sein Team die beiden Niederlagen aus der vergangenen Saison – als man am Mainzer Bruchweg aus dem Pokal ausgeschieden und dort auch in der Bundesliga nichts zu holen war – noch mit sich herumträgt, glaubt Korkut indes nicht: „Wir beschäftigen uns damit überhaupt nicht“.

Mainzer Stärken

Den kommenden Gegner, bei dem der Ex-Stuttgarter Maxim zuletzt im Pokal brillierte und hofft, gegen den VfB in der Startformation zu stehen, habe man intensiv analysiert. „Wir sind auf alles bestens vorbereitet“, erklärt der Trainer. Die Mannschaft von Sandro Schwarz zeichne vor allem eine „hohe Emotionalität vor den eigenen Fans sowie eine körperliche Robustheit“ aus, so Korkut. Sein Ziel ist es aber, „unser Spiel durchzubringen“. Die Chancen dafür stünden gut, da man eine „intensive Trainingswoche“ hinter sich habe und alle Spieler fit sind.

Harte Personalentscheidungen

Auch die Tatsache, dass Weltmeister Benjamin Pavard nun wieder ein „Kandidat für die Startelf“ ist, dürfte den VfB-Fans Hoffnung machen. Zur genauen Aufstellung kann und will Korkut noch keine Angaben machen. Dem Deutsch-Türken ist aber bewusst, dass er in den nächsten Wochen „viele harte Entscheidungen zu treffen“ hat. Aus dem Fundus an Spielern müsse er nun „die Typen auswählen, die am ehesten in Mainz bestehen können“.

Möglichkeiten habe er genug. Auch wenn der Kader „nicht besonders groß“ ist. In einem Atemzug deutet der Trainer dabei noch weitere Abgänge an – dies betrifft höchstwahrscheinlich Ausleihen von Kaminski und Özcan. Was Kapitän Christian Gentner betrifft, der im Pokal nicht in der Startelf stand und nur zu einem Kurzeinsatz kam, erklärt Korkut vielsagend: „Ich hätte kein Problem damit, ihn am Sonntag aufzustellen“.

Hoffen auf positiven Saisonstart

Der 44-Jährige betont mehrfach, dass es vor allem darauf ankommen werde, „stabil zu stehen und schwerwiegende Fehler zu vermeiden“. Bereits in der letzten Saison habe Korkut bei seiner Mannschaft „selten größere Schwankungen im eigenen Spiel“ gesehen. Trotz des schwierigen Auftaktprogramms in Mainz und zu Hause gegen den FC Bayern München wirkt der Trainer recht gelassen. „Wir können es ja nicht ändern – also müssen wir es nehmen, wie es kommt“, sagt er mit einem Lächeln.

Die Verärgerung nach dem unnötigen Aus im Pokal in Rostock ist zwar noch da - doch nun sei es „besonders wichtig, bereit zu sein und die Sinne der Spieler neu zu schärfen“, sagt Tayfun Korkut, der auf einen positiven Saisonstart in der Bundesliga hofft. „Wir wollen anständig beginnen“, sagt er zurückhaltend. Mit hoher Aufmerksamkeit sollen seine Spieler ins erste Pflichtspiel gehen: „Dass wir noch nicht genau wissen, wo wir stehen, ist kein Vorteil für die Konkurrenz – denn der geht es ja genauso“, erklärt Korkut.