VfB Stuttgart

Warum der Titelfavorit noch nicht am Limit spielt

Hamadi Al Ghaddioui gegen Bielefled_0
Gegen alle Widerstände: Stuttgarts Stürmer Hamadi Al Ghaddioui (mi.) im Duell mit Bielefelds Andreas Voglsammer (li.) und Joakim Nilsson (re.). © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Spitzenreiter, nach acht Spielen noch ungeschlagen und viel Selbstbewusstsein: Der VfB Stuttgart ist auf dem besten Weg zurück in die Bundesliga. Die bisherigen Siege musste sich der große Titelfavorit allerdings allesamt hart erarbeiten – und einzig beim 2:0 gegen Fürth siegte die Mannschaft von Tim Walter mit zwei Toren Unterschied. Ansonsten mussten die VfB-Anhänger an jedem Spieltag bis zum Schlusspfiff zittern. 2:1 im Auftaktspiel gegen Hannover, 3:2 beim ersten Auswärtsdreier in Regensburg oder jüngst der knappe und späte Dreier im Spitzenspiel auf der Bielefelder Alm.

Die Tabelle spricht schon früh in der Saison eine deutliche Sprache

Im Heimspiel gegen das Schlusslicht aus Wiesbaden (Freitag/18.30 Uhr) hoffen nun viele Anhänger auf den ersten klaren Erfolg in dieser Saison. „Das versuchen wir ja jede Woche“, sagt Trainer Tim Walter, „die Möglichkeiten dazu haben wir.“ Die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor ist laut Walter einer der Faktoren, warum sich die spielerische Überlegenheit der Schwaben häufig nicht im Ergebnis widerspiegelt. Auch scheint es, dass der große Titelfavorit noch lange nicht am Limit spielt.

Nach dem Sieg in Regensburg monierte Tim Walter beispielsweise, dass seine Mannschaft „nur mit 80 Prozent gespielt“ habe. Die drei Punkte wurden trotzdem eingefahren. Auch in Bielefeld kam der VfB nach einer guten Anfangsphase kurz vor der Halbzeitpause aus dem Tritt und musste sich – wie schon in der Vorwoche gegen Fürth – beim Aluminium bedanken. Aber egal: Gewonnen wurde auch in Ostwestfalen. Acht Spiele, sechs Siege, zwei Remis, Tabellenplatz eins. Die Tabelle lügt nicht und spricht schon früh in der Saison eine deutliche Sprache.

Tim Walter sieht noch Steigerungspotenzial

Dass der Bundesliga-Absteiger vom Start weg die Punkte einfährt, erleichtert die tägliche Arbeit von Tim Walter immens. Der gewaltige personelle Umbruch – 20 Zugänge, 19 Abgänge – geht so deutlich geräuschloser und angenehmer über die Bühne. Das krasse Gegenbeispiel gibt es aktuell beim Mitabsteiger Hannover 96 zu beobachten. Doch für den großen Meisterschaftsfavoriten werden nun nach acht Spieltagen von einigen Anhängern bereits andere Maßstäbe angelegt. Gepunktet wird schon fleißig, aber jetzt soll es auch endlich einmal krachen.

Stuttgarts Chefcoach sieht ebenfalls noch Steigerungspotenzial. Von der bisherigen Entwicklung der Mannschaft ist er nach eigenem Bekunden „überrascht, aber eigentlich habe ich es so erwartet. Die Jungs machen es echt gut. Es ist ein Prozess – und da sind wir weiter dran.“

Der nächste Entwicklungsschritt soll nun am Freitag gegen den Aufsteiger aus Hessen folgen. „Wir sind total fokussiert und wollen bestätigen, dass wir zurecht da oben stehen“, sagt Tim Walter vor dem Duell mit dem Tabellenletzten. Die Konstellation „Erster gegen Letzter“ sei ein „Stresstest“ für seine Jungs. Der Erwartungshaltung „Das machen die schon“ soll standgehalten werden.

Dass seine Elf dazu in der Lage ist, daran hat der selbstbewusste Tim Walter keinerlei Zweifel: „Uns kann keiner ein Bein stellen.“


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