VfB Stuttgart

Was Philipp Förster über den Derbysieg denkt

VfB Stuttgart - Karlsruher SC 24.11.2019_12
Philipp Förster (ab der 40. Minute für Nicolas Gonzalez): Nach schwachen Leistungen in den letzten Wochen zunächst auf der Bank, fügte sich Förster nach seiner Einwechslung direkt gut ein und bereitete mit einer tollen Flanke Didavis Treffer zum 2:0 (42.) mustergültig vor – Note: 2 © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Wir schreiben die 60. Spielminute im Derby zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC, als Philipp Förster der Ball im Anschluss an eine Ecke vor die Füße fällt und er diesen im zweiten Anlauf im Tor der Gäste versenkt – wenn auch mit etwas Glück. Mit seinem zweiten Saisontreffer brachte der Ex-Karlsruher die Schwaben im brisanten Landesduell auf die Siegerstraße und die ausverkaufte Mercedes-Benz-Arena zum Kochen. „Der Derbysieg war ein geiles Gefühl und wichtig für die Moral der Mannschaft“, sagte der Mittelfeldspieler jetzt am Mittwoch bei einem Mediengespräch im VfB-Clubzentrum.

Der selbstkritische Blick auf die eigene Leistung

Nach zuvor schwierigen Wochen, in denen der VfB vier von fünf Ligaspielen verlor, war der verdiente 3:0-Heimsieg auch im Hinblick auf die Tabelle eminent wichtig. Philipp Förster, der im Sommer als Last-Minute-Neuzugang vom SV Sandhausen an den Neckar gewechselt war, blickt durchaus selbstkritisch auf seine eigenen Leistungen in den letzten Wochen zurück: „Ich war natürlich nicht zufrieden mit mir, da das Gezeigte nicht meinem eigenen Anspruch entsprach.“

Alleine gegen Dresden vergab der Mittelfeldspieler mit dem robusten Körper drei hundertprozentige Torchancen. Auch wenn der 24-Jährige in den letzten Wochen selten auf Top-Level spielte, der Start bei den Schwaben war verheißunsvoll. Nach seinem Wechsel zum VfB stand Förster direkt im ersten Spiel (einem 3:2-Sieg bei Jahn Regensburg) in der Startelf von Trainer Tim Walter: „Ganz ehrlich, das hatte ich nicht erwartet“, gibt der gebürtige Brettener im Rückblick offen zu.

„Mit Druck muss man umgehen können, sonst hat man den Job verfehlt“

Auch wenn Förster mit großen Ambitionen zu seinem Jugendverein zurückgekehrt war: „Ich bin schon hergekommen, um mich hier durchzubeißen und dem Verein zu helfen, die Ziele zu erreichen.“ Aktuell kann er das am besten mit Toren und Vorlagen – wie zuletzt gegen seinen Ex-Klub Karlsruhe. Doch damit nicht genug mit den Duellen gegen seine alten Vereine, denn: Am nächsten Sonntag (13.30 Uhr/ZVW-Liveticker) geht es für die Schwaben zum Nachbarschaftsduell nach Sandhausen. Beim Team von Trainer Uwe Koschinat hatte Förster die letzten zwei Jahre auf sich aufmerksam gemacht – mit 18 Torbeteiligungen in 65 Spielen.

Dass am Neckar alles eine Nummer größer ist als im beschaulichen Sandhausen - für den selbstbewussten Förster kein Problem: „Mit Druck muss man umgehen können, sonst hat man den Job verfehlt“, sagt er. Im nächsten Atemzug warnt Philipp Förster eindringlich davor, sein Ex-Team zu unterschätzen. Ganz im Gegenteil: Der 24-Jährige sieht im kommenden Gegner „eine richtig gute Mannschaft, die zwischendrin eine Ergebniskrise hatte.“ 

Auf die Frage, ob VfB-Coach Tim Walter den Neuzugang in der Spielvorbereitung nach Tipps fragen wird, antwortet Förster nur: „So wie ich Herrn Walter kenne, wird er mich eher nicht um Rat fragen. Der Trainer zieht seine Linie konsequent durch, was bei der Mannschaft sehr gut ankommt.“