VfB Stuttgart

Weinzierl richtet den Fokus auf Freiburg und Düsseldorf

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Richtet den Blick nach vorne: VfB-Trainer Markus Weinzierl. © ZVW/Danny Galm
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Zurück im Mannschaftstraining: Benjamin Pavard.

Stuttgart.
Am Morgen nach der :4-Niederlage beim FC Bayern herrschte reges Treiben auf dem Trainingsgelände des VfB Stuttgart. Die Startelf vom Sonntag drehte bei frostigen Temperaturen ihre Runden auf dem Platz und verschwand anschließend mit Athletiktrainer Matthias Schiffers im warmen Kraftraum.

Für den Rest der Mannschaft standen in der einstündigen Trainingseinheit Pass- und Spielformen sowie Abschlüsse aus der Distanz auf dem Programm. Unter den elf Feldspielern und drei Torhütern mischten auch Co-Trainer Halil Altintop sowie Keeper Sebastian Hornung von der U19 mit. Ein dick eingepackter Markus Weinzierl beobachtete das Geschehen aus der Ferne.

Pavard zurück im Mannschaftstraining

Hoffnung für die anstehenden Wochen dürfte dem Cheftrainer vor allem die Tatsache machen, dass der zuletzt verletzte Weltmeister Benjamin Pavard wieder voll mit der Mannschaft trainierte. „Benji ist schmerzfrei und bald wieder bei 100 Prozent“, sagte Weinzierl. Ob es für das anstehende Heimspiel gegen den SC Freiburg reicht, müsse man im Lauf der Woche sehen.

In der Innenverteidigung ist der VfB aktuell dünn besetzt: „Bei Timo Baumgartl besteht der Verdacht einer leichten Gehirnerschütterung und Holger Badstuber plagt ein Magen-Darm-Infekt“, berichtete der Trainer aus dem Krankenstand.

Markus Weinzierl freute sich dafür umso mehr, dass Neuzugang Ozan Kabak bei seiner Premiere für den VfB am gestrigen Nachmittag ein gutes Spiel gemacht hatte: „Ozan hat seine Chance genutzt“. Generell mache ihm der Auftritt seiner Mannschaft beim Rekordmeister Mut – trotz der am Ende mit drei Toren Differenz doch recht deutlichen Niederlage: „Auf das frühe Gegentor haben wir gut reagiert und anschließend mutig nach vorne gespielt“, sagte Weinzierl.

Weinzierl: "Wir kriegen einfach zu viele Gegentore"

Die Niederlage beim Rekordmeister ging unterm Strich aber in Ordnung. Weinzierl: „Um in München zu bestehen, brauchst du einen perfekten Tag“. Den hatte der VfB aber nicht. Jetzt gelte es ohnehin, den Fokus auf die beiden „wichtigen Spiele“ gegen Freiburg und in Düsseldorf zu legen. „Wir müssen nicht darüber diskutieren, dass wir dringend Punkte brauchen“, so Weinzierl.

Grundlage dafür soll eine stabilere Defensive sein. „Wir kriegen einfach zu viele Gegentore“, sagte Weinzierl. Das gute Umschaltspiel mit den schnellen Außen Zuber und Esswein war in München bereits in Ansätzen zu erkennen. „Wir brauchen diese Schnelligkeit und Dynamik. Die beiden tun uns gut“, sagte er. 

„Wir vertrauen unserem Kader“, so Weinzierl mit Blick auf die Transferperiode. Die Frist, bis zu der Spieler den Verein noch wechseln können, endet an diesem Donnerstag um 18 Uhr. Ob noch ein neuer Spieler kommen wird? „Das ist möglich, muss aber nicht“, so Weinzierl am Morgen. Beim Thema Abgänge wird er konkreter: „Ich gehe nicht davon aus, dass uns noch ein Spieler verlassen wird“. Einzig bei Pablo Maffeo, der zuletzt komplett außen vor war, steht eine Leihe im Raum.

Reschke über Maffeo: "Das Potenzial ist da, die Flausen im Kopf auch"

Der junge Spanier wurde von Präsident Wolfgang Dietrich zuletzt öffentlich als "Flop" bezeichnet und auch Markus Weinzierl fand am Montag noch einmal deutlich Worte für die Einstellung des einstigen Rekord-Transfers: "Er bringt keine hundertprozentige Leistungsbereitschaft mit. Aber die brauchen wir im Kampf gegen den Abstieg. Wir brauchen Spieler, die sich mit der Aufgabe und dem Verein identifizieren." Statt sich im Training aufzudrängen, würde der 21-Jährige "immer von einem Vereinswechsel reden", so Weinzierl, "Ich habe ihn ein, zweimal ermahnt – aber jetzt nicht mehr."

"Wenn es nicht klappt, ist für Anfang Februar ein Gespräch anberaumt. Dann werden wir ihn einnorden", sagte Sportvorstand Michael Reschke bereits am Sonntagabend bei Sky 90. "Das Potenzial ist da, die Flausen im Kopf auch", so Reschke, "Wir haben den Jungen für fünf Jahre unter Vertrag genommen. Das erste halbe Jahr war für uns unbefriedigend."

Maffeo war im Sommer für die damalige VfB-Rekordsumme von zehn Millionen Euro von Manchester City verpflichtet worden. Der englische Meister besitzt dabei eine Rückkaufoption, wie Reschke bestätigte.


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