Bundeskabinett

Wer wird was in der Ampel-Koalition?

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Ampel-Koalition
Der künftige Bundeskanzler Olaf Schulz (m.) mit Spitzenpolitikern von Grünen und der FDP. Foto: Michael Kappeler/dpa © Michael Kappeler
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Neuer Bundeskanzler
Die wichtigste Personalie ist klar: Nachfolger von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l) wird der bisherige Finanzminister Olaf Scholz (SPD, r). Foto: Markus Schreiber/AP POOL/dpa © Markus Schreiber
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Robert Habeck und Christian Lindner
Christian Lindner (r) wird wohl Finanzminister und setzt sich damit gegen Robert Habeck (l) durch. Der wird allerdings Vizekanzler und Minister für Wirtschaft und Klima. Foto: Michael Kappeler/dpa © Michael Kappeler
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Annalena Baerbock
Die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock dürfte neue Außenministerin werden. Foto: Kay Nietfeld/dpa © Kay Nietfeld
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Volker Wissing
FDP-Generalsekretär Volker Wissing soll Minister für Verkehr und Digitales werden. Foto: Kay Nietfeld/dpa © Kay Nietfeld
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Marco Buschmann
Marco Buschmann (FDP) wird das Justizressort übernehmen. Foto: Michael Kappeler/dpa © Michael Kappeler
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Bettina Stark-Watzinger
Bettina Stark-Watzinger (FDP) soll Bundesministerin für Bildung und Forschung werden. Foto: Michael Kappeler/dpa © Michael Kappeler
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Wolfgang Schmidt
Wolfgang Schmidt (SPD) ist bislang parlamentarischer Staatssekretär im Finanzministerium und ein enger Vertrauter von Olaf Scholz. Er wird wohl das Kanzleramt leiten. Foto: Kay Nietfeld/dpa © Kay Nietfeld
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Hubertus Heil
Die einzige Konstante: Hubertus Heil (SPD) ist und bleibt aller Vorausicht nach Arbeitsminister. Foto: Annette Riedl/dpa © Annette Riedl
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Christine Lambrecht
Christine Lambrecht (SPD) soll wechseln - vom Justiz- ins Innenministerium. Foto: Michael Kappeler/dpa © Michael Kappeler
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Karl Lauterbach
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach könnte das entsprechende Ministerium übernehmen - sicher ist das aber nicht. Foto: Kay Nietfeld/dpa © Kay Nietfeld
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Svenja Schulze
Die bisherige Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) könnte das neue Bauministerium leiten. Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa © Britta Pedersen
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Klingbeil und Schneider
Lars Klingbeil (l), SPD-Generalsekretär, und Carsten Schneider, Parlamentarischer Geschäftsführer der Bundestagsfraktion, gelten als Kandidaten für das Verteidigungsressort. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa © Bernd von Jutrczenka
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Klara Geywitz
Die ehemalige Co-Kandidatin von Olaf Scholz für den SPD-Vorsitz, Klara Geywitz, ist eine Anwärterin auf das Ministerium für eirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Foto: Kay Nietfeld/dpa © Kay Nietfeld
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Bärbel Kofler
Ebenfalls im Gespräch für das Entwicklungsministerium: Bärbel Kofler (SPD), bisher Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe. Foto: Kay Nietfeld/dpa © Kay Nietfeld
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Cem Özdemir
Grünen-Politiker Cem Özdemir gilt als ein Kandidat für eines der drei noch offenen Grünen-Ministerien: Familie, Umwelt und Landwirtschaft. Foto: Marijan Murat/dpa © Marijan Murat
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Steffi Lemke
Auch Steffi Lemke wird bei den Grünen als mögliche Ministerin gehandelt. Foto: Jörg Carstensen/dpa © Jörg Carstensen
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Hofreiter und Göring-Eckardt
Die Grünen-Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter und Katrin Göring-Eckardt gelten ebenfalls als Kandidaten. Foto: Kay Nietfeld/dpa © Kay Nietfeld
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Ampel-Koalition
In jedem Fall das Machtzentrum der neuen Bundesregierung: Christian Lindner (FDP), Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock und Robert Habeck (beide Grüne). Foto: Michael Kappeler/dpa © Michael Kappeler

Berlin (dpa) - Die FDP hat ihr Regierungsteam schon verkündet, heute folgen die Grünen. Bei der SPD kann es noch länger dauern.

Nach der Vorstellung des Koalitionsvertrags der drei Ampel-Parteien richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Personalien. Wer wird was in der Dreierkoalition, die sich «Fortschritt» auf die Fahnen geschrieben hat?

Das weiß man schon sicher

- Bundeskanzler: Der bisherige Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz wird befördert. In der Woche ab dem 6. Dezember soll er im Bundestag zum Kanzler gewählt werden.

Auch die künftigen FDP-Minister sind vom Parteivorstand nominiert worden und sitzen damit schon fest im Sattel:

- Finanzen: Parteichef Christian Lindner übernimmt diese zentrale Position im Kabinett, an der auch Grünen-Chef Robert Habeck Interesse hatte. Lindner hat sich durchgesetzt. Vizekanzler wird er aber nicht. Diesen Posten sieht das Grundgesetz nur einmal vor. Da die Grünen als zweitstärkste Koalitionskraft aus der Bundestagswahl hervorgegangen sind, bekommen sie ihn.

- Verkehr und Digitales: Das Verkehrsministerium hatten viele eher bei den Grünen gesehen. Nun soll es FDP-Generalsekretär Volker Wissing leiten. Für viele Grüne ist das schwer verkraftbar, nachdem schon in den Sondierungen das Tempolimit auf Autobahnen an der FDP gescheitert war.

- Justiz: Dieses Ressort übernimmt der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, Marco Buschmann.

- Bildung und Forschung: Dafür ist die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger vorgesehen.

Das weiß man schon ziemlich sicher

- Kanzleramtschef: Dieser Posten wird in einer Ampelkoalition noch wichtiger sein als bisher. Denn der Kanzleramtschef koordiniert die Regierungsarbeit und das dürfte bei drei Partner komplizierter werden. Es gilt als sicher, dass Scholz' langjähriger Weggefährte und enger Vertraute Wolfgang Schmidt (SPD) diese zentrale Aufgabe übernimmt. Zuletzt war der Jurist Finanz-Staatssekretär, agierte hinter den Kulissen aber vor allem als «Spin Doctor» und Strippenzieher.

- Arbeit und Soziales: Da sitzt Hubertus Heil fest im Sattel. Er galt bereits in der vergangenen Wahlperiode als durchsetzungsstark und fleißig - und zwar bei Themen wie Rente, Arbeitsmarkt und Hartz IV, die für seine SPD besonders wichtig sind.

- Wirtschaft und Klimaschutz: Grünen-Chef Habeck gilt als gesetzt für die Betreuung des zentralen Themas der Grünen: Klimaschutz. Er kann dabei auf Erfahrungen unter anderem aus sechs Jahren als schleswig-holsteinischer Minister für Energiewende, Umwelt, Landwirtschaft und Digitalisierung zurückgreifen. Habeck wird nach dem enttäuschenden Wahlergebnis der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit ziemlicher Sicherheit auch Vizekanzler.

Das gilt als sehr wahrscheinlich

- Auswärtiges Amt: Baerbock soll aber dennoch einen wichtigen Posten erhalten. Sie gilt als wahrscheinliche Außenministerin, die sich dann um die globale Klimapolitik kümmern würde.

- Innen und Heimat: Dafür wird die bisherige Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) favorisiert. Innen und Justiz gelten als «Spiegelministerien» mit zahlreichen Überschneidungen. Fachlich wäre die 56-Jährige also schon eingearbeitet.

Das ist noch unklar

Bei den Grünen war bis zum späten Mittwochabend noch die Besetzung von drei Ministerien unklar: 

- Familie, Senioren, Frauen und Jugend
- Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
- Ernährung und Landwirtschaft

Mögliche Kandidaten sind die derzeitigen Fraktionschefs Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter, die frühere Bundesgeschäftsführerin Steffi Lemke und der ehemalige Parteichef Cem Özdemir, der in Stuttgart mit einem Sensationsergebnis von rund 40 Prozent in den Bundestag gewählt worden ist.

Bei der SPD gibt es sogar noch mehr offene Fragen

- Verteidigung: Dieses Ministerium ist den Sozialdemokraten in den Koalitionsverhandlungen überraschend zugefallen. Bis Mittwoch war spekuliert worden, dass es an die FDP geht. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wird großes Interesse an der Führung der Bundeswehr nachgesagt. Der soll allerdings im Dezember zum Parteichef gewählt werden. Beides gleichzeitig ist nicht unmöglich, könnte aber schwierig werden. Als weiterer aussichtsreicher Kandidat ist SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider im Gespräch.

- Gesundheit: Die naheliegendste Besetzung wäre der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der seit Beginn der Corona-Pandemie eine Medienpräsenz hat wie kaum ein anderer Politiker. Lauterbach hat allerdings ein Problem: Beim designierten Kanzler Olaf Scholz ist er nicht besonders beliebt.

- Bauen: Eine mögliche Kandidatin für diesen Posten ist die bisherige Umweltministerin Svenja Schulze.

- Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Dafür wird die bisherige Menschenrechtsbeauftragte im Auswärtigen Amt, Bärbel Kofler, gehandelt. Aber auch die Potsdamerin Klara Geywitz (45) wäre eine Option, die 2019 im Duo mit Scholz für den SPD-Vorsitz kandidierte.

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