VfB Stuttgart

Wie Trainer Matarazzo für das Spiel gegen die „Wundertüte“ Dynamo Dresden plant

Fußball  2. Bundesliga  VfB Stuttgart vs. Hamburger SV
Stuttgarts Cheftrainer Pellegrino Matarazzo. © Pressefoto Baumann

Für den VfB Stuttgart geht es im Saisonendspurt Schlag auf Schlag: Nur drei Tage nach dem Last-Minute-Sieg gegen den HSV wartet auf die Schwaben ein Auswärtsspiel bei Liga-Schlusslicht Dynamo Dresden. „So ein Sieg setzt natürlich Energie frei“, sagte Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo am Freitagmittag nach dem emotionalen 3:2-Erfolg im Spitzenspiel. „Wichtig ist, dass wie die jetzt richtig kanalisieren.“

„Ich gewinne lieber zu Null als 4:3“

Dass die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski nach zwei positiven Corona-Test in eine 14-tägtige Quarantäne geschickt wurde und erst seit vergangenem Sonntag (24. Mai) wieder zusammen trainieren darf, sei „sicherlich kein Vorteil für das Team.“ Wenig überraschend sieht das auch Markus Kauczinski so: „Wir kommen vom Balkon, haben dort und im Wohnzimmer Krafttraining gemacht und sind Fahrrad gefahren. Das hat noch keiner vorher gemacht, außer er will die Tour de France fahren.“ 

Für das Spiel gegen die Dresdner „Wundertüte“ hat der Stuttgarter Cheftrainer schon einen groben Matchplan im Kopf, die Details sollen aber erst am Freitagnachmittag ausgetüftelt werden. Die zuletzt wackelige VfB-Defensive soll nach sieben Gegentoren in den ersten drei Partien nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs in jedem Fall endlich wieder stabiler stehen: „Ich gewinne lieber zu Null als 4:3.“ Die Art und Weise, wie seine Mannschaft zuletzt Gegentore kassierte und Chancen zugelassen habe, sei „ein Stück weit bedenklich“. 

Badstuber fehlt gesperrt, Didavi angeschlagen, Lob für Kalajdzic

Verzichten muss der VfB-Coach auf den gesperrten Innenverteidiger Holger Badstuber (fünfte Gelbe Karte). Kapitän Marc Oliver Kempf, der in den letzten beiden Spielen zunächst auf der Bank Platz nehmen musste, wird wohl am Sonntag (13.30 Uhr/ZVW-Liveticker) in die Viererkette zurückkehren. Wieder spielberechtigt ist nach seiner Gelb-Rot-Sperre Spielmacher Daniel Didavi. Sein Einsatz ist allerdings noch fraglich. Unter der Woche konnte der Mittelfeldspieler nicht in alle Einheiten mitmischen. Grund dafür sind laut Matarazzo „leichte Probleme“.

Auf der virtuellen Pressekonferenz vor dem Dresden-Spiel schwärmte der 42-jährige Fußballlehrer vom Debütanten Sasa Kalajdzic: „Er ist auf einem guten Weg. Im Strafraum ist er eiskalt. Daher hatte er es verdient, zum ersten Mal auf dem Platz zu stehen.“