VfB Stuttgart

„Wir müssen den Deckel früher drauf machen“

VfB-Heimspiel gegen Dynamo Dresden_03.11.2019_10
Philipp Förster: Für ihn gilt Ähnliches wie für seinen Nebenmann Mangala: Kaum am Ball, wenig Durchschlagskraft (10 Prozent gewonnene Zweikämpfe). Ein sehr schwaches Spiel des Mittelfeldakteurs, bei dem am heutigen Mittag lediglich das Laufpensum stimmte (12,28 Kilometer) - Note: 5 © ZVW/Danny Galm

Stuttgart.
Am Ende hatte Santiago Ascacibar leichtes Spiel. Mit seinem öffnenden Pass auf Philipp Förster hatte Rechtsverteidger Pascal Stenzel den Angriff eingeleitet. Förster passte die Kugel daraufhin direkt raus auf Mangala und dessen scharfe Flanke musste Ascacibar am langen Pfosten nur noch über die Linie drücken. Nachdem der junge Argentinier am Sonntag beim 3:1-Sieg gegen Dynamo Dresden den Ball zum zwischenzeitlichen 2:0 ins Tor gejagt hatte, durfte er nach 67 torlosen Spielen für den VfB Stuttgart zum ersten Mal zum Torjubel ansetzen.

"Verteidigen tut er eh überragend"

„Das Tor war besonders für mich, wie die ganze Woche“, berichtete der freudestrahlende Blondschopf nach dem Abpfiff. Am Mittwoch hatte er via Instagram bekannt gegeben, dass er zum ersten Mal Vater wird - und daraufhin am Sonntagnachmittag einen Sahnetag erwischt. „Santi hat sich - was sein Ballbesitzspiel anbelangt - extrem weiterentwickelt. Das ist auch wichtig, weil er auf der Acht spielt“, lobte Trainer Tim Walter seinen kampfstarken Mittelfeldspieler nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. „Verteidigen tut er eh überragend. Er haut immer alles für das Team rein. Ich habe ihm heute vor dem Spiel gesagt: Es wird Zeit, dass du auch mal einen machst und dich selber belohnst.“ Gesagt getan. 

Der VfB bleibt in der Rolle des Jägers

Auch Sven Mislintat war nach dem Spiel zu Scherzen aufgelegt: „Wir hoffen, dass Santi nicht jedes Mal Papa werden muss, bevor er trifft.“ Im nächsten Atemzug analysierte der Stuttgarter Sportdirektor einen „total verdienten Sieg“ für die Schwaben: „Die erste Halbzeit war top, auch weil wir uns mit zwei schönen Toren belohnt haben. Im zweiten Durchgang war es ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten“, resümierte Mislintat.

Als Erfolgsrezept für den verdienten Heimsieg gegen Dresden machte Stuttgarts Marc Oliver Kempf das hohe Pressing seines Teams aus: „Wir waren von Anfang an da und haben den Gegner früh unter Druck gesetzt.“ Lediglich die Chancenverwertung war nicht nach dem Geschmack des Kapitän: „Wir müssen den Deckel früher drauf machen“, appellierte Kempf in Richtung seiner Vorderleute.

Bei aller Freude sieht auch Mislintat im Auftritt der Schwaben lediglich den „ersten Schritt zurück auf die Pole-Position.“ Durch den Erfolg der Bielefelder gegen Holstein Kiel (2:1) bleibt der VfB als Tabellendritter „in der Rolle des Jägers“. Am nächsten Wochenende geht es zum starken Aufsteiger nach Osnabrück.


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