VfB Stuttgart

„Wir wollten mit 80 Prozent zum Erfolg kommen“

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VfB-Trainer Tim Walter. © ZVW/Danny Galm

Regensburg. Der erste Auswärtssieg der Saison, nach sechs Spieltagen weiter ungeschlagen und mindestens bis Montagabend an der Tabellenspitze: Dennoch überwogen beim VfB Stuttgart nach dem 3:2 (1:0) beim SSV Jahn Regensburg die kritischen Töne. Trainer Tim Walter war mit dem Ergebnis zufrieden, mit der Einstellung seiner Mannschaft allerdings nicht. Auch Innenverteidiger Holger Badstuber legte den Finger in die Wunde.

„Wir haben sehr fahrig und langsam gespielt“, bemängelte Walter auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Wir wollten mit 80 Prozent zum Erfolg kommen. So sah es zumindest von außen aus.“  Der Coach hatte seine Mittelfeld überraschend umgebaut und so bekamen Orel Mangala und Neuzugang Philipp Förster in Regensburg zunächst den Vorzug vor Atakan Karazor und Gonzalo Castro. „Die Jungs haben gut trainiert“, begründete der Stuttgarter Trainer diese Maßnahme im Nachgang. 

Walter schimpft: „Wir haben um das 1:1 gebettelt“

Die erste Halbzeit hatte sein Team über weite Strecken dominiert und so waren die Schwaben durch den Treffer von Nicolas Gonzalez mit einer verdienten Führung in die Halbzeitpause gegangen. Doch in den zweiten 45 Minuten verpassten es die Stuttgarter wie schon so oft in dieser Spielzeit, frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. „Wir haben um das 1:1 gebettelt“, schimpfte Walter. Vom Elfmeterpunkt aus kam der Jahn durch den Ex-Stuttgarter Max Besuschkow zum nicht unverdienten Ausgleich (71.). „In der zweiten Halbzeit sind wir mehr ins Risiko gegangen und haben gemerkt, dass hier heute was möglich ist“, sagte Regensburgs Trainer Mersad Selimbegovic. 

Nach dem Ausgleichstreffer ging es in der Schlussphase hoch her. Zunächst köpfte Holger Badstuber den VfB erneut in Führung (76.). Dann verpassten Silas Wamangituka (82./83.) und Debütant Philipp Förster die Vorentscheidung (84.). Erst in der Nachspielzeit erlöste der eingewechselte Ex-Regensburger Hamadi Al Ghaddioui die VfB-Fans. Der Anschlusstreffer von Federico Palacios (90.+3) war lediglich Ergebniskosmetik.

Mislintat fordert: „Wir müssen abgezockter werden“

„Bei den Toren haben wir den Gegner eingeladen. Nach einer Zwei-Tore-Führung müssen wir das routinierter runterspielen und unter Druck die Ruhe bewahren“, legte Holger Badstuber nach dem Spiel den Finger in die Wunde. Sportdirektor Sven Mislintat forderte in der Mixed-Zone mehr „Killerinstinkt“ von der Mannschaft: „Der Dreier ist verdient, aber ein solches Spiel ist nicht unser Anspruch. Wir müssen insgesamt abgezockter werden.“ 

Nach dem Sieg in Regensburg bleibt die Erkenntnis, dass es beim VfB auch nach sechs Spieltagen noch viel Steigerungspotential gibt. Das immer wiederkehrende Thema nach den Spielen ist die fehlende Konsequenz. Sowohl im Abschluss als auch in der Defensive. Was aber ebenfalls hängen bleibt: Die Schwaben holen ihre Punkte in der 2. Liga gegen den Großteil der Gegner auch mit 80 Prozent. 


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