Angeschlagene Fluggesellschaft

Lufthansa-Großaktionär Thiele stockt auf 15 Prozent auf

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Lufthansa-Maschinen auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens. Foto: Arne Dedert/dpa © Arne Dedert

Frankfurt/Main (dpa) - Lufthansa-Großaktionär Heinz Hermann Thiele hat seinen Anteil vor der entscheidenden außerordentlichen Hauptversammlung zum Staatseinstieg kräftig aufgestockt.

«Am Montagabend habe ich die meldepflichtige Schwelle von 15 Prozent überschritten», sagte der Unternehmer der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Die Aufstockung sei aber «kein Signal, auf der Hauptversammlung gegen irgendetwas zu stimmen», betonte Thiele. Er kritisierte aber, dass Lufthansa-Chef Carsten Spohr nicht die mit dem Bund behandelten Alternativen benannt habe.

«Die muss der Vorstand auf den Tisch legen», sagte Thiele. «Ich schätze Herrn Spohr, aber mir reicht die Aussage von ihm nicht, es sei alles geprüft worden und eigene Vorstellungen seien nicht durchsetzbar gewesen. Ich glaube, man hätte intensiver verhandeln können.»

Der Frage nach seinem Stimmverhalten auf der Hauptversammlung wich der Unternehmer mehrmals aus. Auch, ob er gegen einen eventuellen Beschluss der Hauptversammlung vorgehen würde, beantwortete Thiele zurückhaltend. «So weit bin ich noch gar nicht», sagte er. «Ich sehe aber jetzt eine Chance, das Thema noch einmal aufzumachen.»

Am 25. Juni sollen die Aktionäre der Lufthansa auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über ein neun Milliarden Euro schweres staatliches Rettungspaket einschließlich Beteiligung des Bundes an dem Unternehmen anstimmen. Im Gegenzug für die Hilfe muss die Lufthansa 24 Start- und Landerechte an ihren wichtigen Flughäfen in Frankfurt und München an die Konkurrenz abgeben. Spohr will den Anteilseignern zudem ein Sparkonzept präsentieren.