Raumfahrt

Esa-Astronaut Maurer: Logo von Himmelsscheibe inspiriert

ESA-Astronaut Matthias Maurer
Der ESA-Astronaut Matthias Maurer beim Training. Foto: Allison Bills/NASA/ESA/dpa © Allison Bills

Bremen (dpa) - Der deutsche Esa-Astronaut Matthias Maurer (51), der in wenigen Wochen ins All starten soll, hat sich beim Logo für seine Weltraummission von der Himmelsscheibe von Nebra inspirieren lassen.

«Wie die Himmelsscheibe von Nebra zeigt auch mein Missionspatch verschiedene kosmische Elemente», sagte Maurer in einem Online-Grußwort am Dienstag an Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses in Bremen. Ein Missionspatch ist ein Logo, das die Astronauten etwa als Aufnäher auf ihren Raumanzügen tragen.

Die berühmte, etwa 3600 Jahre alte Himmelsscheibe ist die weltweit älteste konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Auf Maurers Missionspatch sind die Erde, der Mond, der Mars und der Sternhaufen der Plejaden abgebildet - zudem ist eine fast herzförmige Raumstation zu sehen, die durch die Linie eines menschlichen Herzschlages mit Erde und Mond verbunden ist. «Dieser Herzschlag symbolisiert die menschliche Präsenz und die Leidenschaft, welche die Erforschung vorantreibt und uns mit dem Universum verbindet, sowie die lebenswichtigen wissenschaftlichen Experimente, die die Raumstation ermöglicht», erklärte Maurer.

Die internationale Raumstation ISS sei als «einzigartige Oase im Weltraum» ein Zentrum für Wissenschaft und Forschung, die die nächsten Schritte im All, etwa auf dem Weg zum Mond und zum Mars, ermögliche. So sei auch der Titel seiner Mission «Cosmic Kiss», kosmischer Kuss, zu verstehen, erklärte Maurer. Die ISS sei das Bindeglied zwischen den Bewohnern der Erde und dem Weltall.

Maurer war zu dem Kongress zugeschaltet, da er sich derzeit in den USA auf seine Mission vorbereitet. Wenn alles nach Plan läuft, wird der Saarländer nach dem Start am 31. Oktober vom Kennedy Space Center in Florida der zwölfte Deutsche im All sein - und der vierte Deutsche auf der ISS. Maurer wird voraussichtlich sechs Monate an Bord der ISS sein und dort in rund 400 Kilometer Höhe zahlreiche internationale Experimente stellvertretend für Forscher auf der Erde machen.

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