Studie

Psychische Gesundheit von Schülern wichtig wie Bildung

Coronavirus - Schüler
Fröhlich rennen Schüler der Robert-Schumann-Grundschule in der großen Pause auf den Schulhof. Foto: Arne Dedert/dpa © Arne Dedert

Wiesbaden (dpa) - Der Blick auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Corona-Pandemie muss nach Einschätzung von Experten ebenso wichtig sein wie das Schließen von Bildungslücken.

«Kontakte mit Gleichaltrigen, Lebensfreude und altersgerechte Erlebnisse in Sport, Freizeit oder Reisen sind daher zukünftig zentral, nicht nur Nachhilfeangebote», heißt es in einer Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), die am Mittwoch in Wiesbaden vorgestellt wurde.

Psychisch gesunde und selbstsichere Kinder könnten mögliche Lernrückstände besser aufholen, erklärten die Experten. Hilfreich seien etwa Programme, die Kindern aus sozial schwachen Familien die Teilnahme an Ausflügen und Schulfahrten finanzierten. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Kita- und Schulschließungen hätten weitreichende Auswirkungen auf Bildung, Gesundheit, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven von Familien gehabt.

«Psychosoziale und gesundheitliche Beeinträchtigungen haben zugenommen und sollten umfangreich bei politischen Entscheidungen berücksichtigt werden», heißt es in der BiB-Publikation. Die Forscher haben darin teils bereits veröffentliche Studien zusammengefasst, teils eigene Analysen und statistische Daten einfließen lassen.

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