VfB Stuttgart

Wolf: "Jetzt geht's wieder ab"

Trainingsauftakt VfB Stuttgart_03.07.2017_10
Zum Trainingsauftakt im Robert-Schlienz-Stadion kamen am frühen Montagabend rund 5000 VfB-Fans. © Danny Galm

Stuttgart.
Am Montagabend startete der VfB Stuttgart mit einem Showtraining vor rund 5000 Fans in die Vorbereitung auf die kommende Saison in der Bundesliga. Was Trainer Hannes Wolf von den beiden Neuzugängen Orel Mangala und Anastasios Donis hält, wie er die Herausforderung Bundesliga angehen möchte und welches Ziel er verfolgt, hat er am Montag im Rahmen eines Pressegesprächs verraten.

Herr Wolf, willkommen zurück in Stuttgart. Wie war der Urlaub?

Ich bin froh über die Zeit, die ich jetzt mit meiner Familie hatte. Wir sind in Richtung Norden gefahren. Das war total schön und beeindruckend, aber das nächste Mal fahren wir wieder in den Süden (lacht). Es war auch schön die letzte Saison zu verarbeiten, doch der Hunger und die Freude auf die Arbeit sind jetzt wieder da. Jetzt geht’s wieder ab.

Wie ist der aktuelle Stand der Mannschaft?

Wir haben die Verantwortung darüber nachzudenken, wie wir den Kader optimieren können. Aber für mich ist entscheidend, dass ich mich jetzt wieder in die Arbeit stürzen darf. Die Mannschaft verdient meine volle Aufmerksamkeit, aber parallel gehen natürlich die Planungen weiter. Mein Wunsch wäre natürlich, dass jetzt schon alle Spieler da wären. Allerdings ist die Realität eine andere, was aber auch gar nicht schlimm ist. Damit muss ich umgehen können. 

Mit Orel Mangala (19) und Anastasios Donis (20) hat Sportvorstand Schindelmeiser schon zwei Neuzugänge zum VfB lotsen können…

…Orel ist ein junger Spieler, den ich natürlich schon kannte. Im Profibereich hat er noch nicht gespielt, aber er hat die Perspektive da rein zu kommen. Er kommt als Herausforderer dazu, der die Chance hat sich durchzusetzen. Orel wird ordentlich Dampf machen. Trotz seiner Jugend ist er schon sehr robust und stabil. Jetzt muss er sich schnell an das Profiniveau gewöhnen…

…und was halten Sie von Anastasios Donis?

Tassos ist ein flexibler Stürmer, der viel Tempo mitbringt. Dadurch, dass er ein anderer Spielertyp ist, wie die Spieler die wir schon haben, gibt er uns vorne noch einmal mehr Variabilität.

Wie steht es um die Torhüterposition?

Mitch Langerak hat noch zwei Wochen Urlaub und Benjamin Uphoff hat den Verein verlassen. Jens Grahl ist noch da. Fürs Training in den nächsten Wochen werden wird intern noch einen Keeper aus dem U 23 oder U 19-Bereich dazu holen. Wir sind auf der Suche nach einer Verstärkung. Konkurrenz belebt das Geschäft. Ein neuer Torhüter sollte Mitch schon Konkurrenz machen können.

Wie bereiten Sie ihr Team auf die große Herausforderung Bundesliga vor?

Ich bin hier in Stuttgart mit Haut und Haar Trainer und kenne da nur harte Arbeit. Es gibt natürlich keinen Repeat-Knopf für die letzte Saison. Wir müssen uns maximal damit auseinandersetzen, alle Kraft reinstecken und es so gut machen, wie es nur irgendwie geht. Es geht jetzt um die Arbeit und um die Inhalte - das mag ich. Wir geben jetzt wieder Gas.

Was wird sich an der Spielweise  des VfB Stuttgart in der Bundesliga ändern?

Wir brauchen eine gute Balance zwischen defensiver Qualität und der Offensive. Wir wollen nicht nur destruktiv spielen und in allen Bereichen noch besser werden.

Los geht’s mit einem Auswärtsspiel in Berlin. Sind Sie schon aufgeregt?

Aufgeregt bin ich jetzt sechs Wochen vor dem Saisonstart noch nicht. Wo sollte denn das sonst hinführen (lacht). Für die Spiele brauche ich dann die Anspannung, aber wenn ich jetzt heute schon in den Tunnel gehe, wäre das nicht gut (schmunzelt). Wir müssen uns jetzt wieder maximal auf die Arbeit einlassen und da gibt es gar keine Zeit für Nervosität oder Aufregung. Angst vor Fußball macht sowieso keinen Sinn. 

Anders gefragt: Wie groß ist die Vorfreude auf die Bundesliga?

Ich freue mich jetzt erst einmal die Jungs wiederzusehen und mit dem Funktionsteam zusammenzukommen. Der ganze Rest ist noch viel zu weit weg. Dortmund und Bayern sind noch Ewigkeiten weit weg. Da kann ich mich heute noch nicht drauf freuen.

Wie arbeiten Sie jetzt mit der Mannschaft während der Vorbereitung?

Die Idee ist es immer an allem zu arbeiten und dann Schwerpunkte zu setzen. In den Trainingseinheiten am Anfang muss man die Intensität richtig einschätzen, in den Abläufen aufpassen und die Intensität dann langsam steigern.

Wird sich für Sie persönlich etwas ändern?

Ich habe eine ganz konkrete Vorstellung vom Trainersein. Die durfte ich über ganz viele Jahre entwickeln. Das hat bis jetzt ganz gut geklappt. Meine Grundidee wird sich also nicht ändern. Trotzdem bin ich natürlich immer offen für Verbesserungen. Ich bin dankbar für die letzten Jahre. Es ist besonders, dass ich jetzt hier sein darf. Ich bin bereit jetzt wieder zu arbeiten: Gas geben, arbeiten und normal bleiben in dem ganzen Zirkus – das ist das Ziel.