Rems-Murr-Kreis

Der Remswanderweg

fuer rems murr aktiv beilage 2011
Das Logo des Remswanderwegs. © Privat

"Das ist für das Remstal die einzige Karte dieser Art", ist sich Volker Bechler von der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins in Weinstadt sicher. In mühevoller Arbeit haben er und andere Ehrenamtliche eine Wanderkarte des Remswanderwegs von der Quelle bis zur Mündung geschaffen, die zugleich auch Erlebniskarte und leicht handhabbar sein soll. "Es hat sehr viel Spaß gemacht, in einer Karte alles zu vereinen, Wanderstrecken, Routenbeschreibungen, Tipps zu Sehenswürdigkeiten, geschichtliche Kurzinfos und Auskunftsstellen", sagt Volker Bechler. "Wir wollten das Remstal so lebendig und abwechslungsreich darstellen, wie es auch ist. Ich bin Remstäler, in Geradstetten aufgewachsen, in Schorndorf zur Schule gegangen und lebe heute in Endersbach. Deshalb war dies mir ein besonderes Anliegen." Der Remswanderweg führt von der Rems-Quelle bei Essingen nahe Aalen bis zur Mündung in Neckarrems. Der Ost-West- oder West-Ost-Verlauf, ganz abhängig davon, in welche Richtung man den Weg halt bewandern möchte, war für die "Kartenmacher" eine glückliche Fügung des Schicksals.

"Unsere Karte ist deshalb schön in Abschnitte einklappbar und nicht eine typische Endlos-Karte, mit der man nur Scherereien hat. Sie passt auch prima in eine Hemd- oder Jackentasche", sagt Roland Luther aus Waiblingen, Vorsitzender des Rems-Murr-Gaues des Schwäbischen Albvereins. Und Bechler ergänzt: "Wie eine Ziehharmonika. Bei der Karte müssen Sie nicht jemand anderes bitten: Halte mal das andere Ende. Sie können die Karte mühelos selbst falten." Zudem sei die Karte wasserabweisend. Ein paar Regentropfen machten der Karte nichts aus. Alles Gründe, die Karte für eine kleine Schutzgebühr von 2,50 Euro zu verkaufen und "nicht zu verschleudern", so Luther.

Finanziert haben die ehrenamtlichen Schaffer vom Albverein die Karte über Werbung, etwa der Kreissparkasse. Der Albverein hat entlang des Remswanderwegs auch neue Schilder angebracht. "Für die Schilder haben wir bewusst die Signalfarbe Gelb gewählt. Früher gabs auf dem Remswanderweg mal silberne Schilder, die hatten sich nicht bewährt, die verschmutzten leicht und wurden schnell grau", so Bechler. Bestimmt über 200 dieser neuen Wegweiser mit dem RW-Logo haben rund 36 Ehrenamtliche des Schwäbischen Albvereins entlang des Weges befestigt. Luther hofft, dass die Schilder mindestens zehn Jahre halten. Startpunkte des Remswanderwegs seien prima mit dem ÖPNV erreichbar, etwa die Quelle über Aalen und Mögglingen und die Remsmündung mit der S-Bahn freilich auch. Die Karte erklärt wie.

Möglich sind Ausflüglern und Wanderern freilich auch immer Kurztrips oder zum Beispiel Tagestouren, etwa im Unteren Remstal. Hier teilt sich der Remswanderweg in drei Routen vom Saffrichhof in Weinstadt-Schnait aus: Der Familienweg schneidet Grunbach, führt entlang der Talauen der Rems über Beinstein und Waiblingen, weiter über Hohenacker und Hegnach bis zur Mündung in Neckarrems. "In großen Teilen ist dieser Weg sehr gut geeignet auch für Familien mit Kinderwagen", sagt Volker Bechler. Gesamtlänge: 20 Kilometer. Die Nordvariante führt über Grunbach, Großheppach, den Korber Kopf und zurück auf den Hauptweg über Neustadt, Hohenacker, Hegnach nach Neckarrems. "Diese Route ist schon anspruchsvoller", so Bechler. Gesamtlänge: 103 Kilometer Und dann gibt es noch die Süd- oder Weinroute über Schnait, Strümpfelbach, Stetten, Aussichtsturm Kernen, Luginsland und Kappelberg nach Fellbach. Gesamtlänge: 101 Kilometer. "Jeder kann sich seine Touren frei nach Lust und Laune aussuchen und mit unserer Karte planen", sagt Roland Luther. Und Bechler ergänzt: "Es kommt ja auch immer auf die Jahreszeit an. Wenns blüht, zum Beispiel, ist ja auch der Schurwald wunderschön."

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