VfB Stuttgart

3:3 gegen die TSG Hoffenheim: Die Spektakel-Fußballer aus Bad Cannstatt

Fußball Bundesliga  TSG 1899 Hoffenheim vs. VfB Stuttgart
Schuss ins Glück: Innenverteidiger Marc Oliver Kempf erzielte in der Nachspielzeit den 3:3-Endstand. © Pressefoto Baumann

Nach dem Fußballfest gegen Eintracht Frankfurt gab es unter Beteiligung der junge Mannschaft des VfB Stuttgart auch im Auswärtsspiel bei der coronagebeutelten TSG Hoffenheim einen wilden Ritt. Die Spektakel-Fußballer aus Bad Cannstatt sicherten sich am 8. Spieltag in buchstäblich letzter Minute einen Zähler. Innenverteidiger Marc Oliver Kempf erzielte nach einem intensiven Spiel in der 4. Minute der Nachspielzeit den 3:3-Endstand.  

Waldemar Anton kehrt in die VfB-Startelf zurück

Seine Startelf hatte Trainer Matarazzo bei seiner Rückkehr in den Kraichgau im Vergleich zum letzten Ligaspiel auf drei Positionen verändert: Der wiedergenesene Waldemar Anton kehrte erwartungsgemäß für den zuletzt schwächelnden Atakan Karazor ins Stuttgarter Abwehrzentrum zurück. Zudem erhielten im Mittelfeld Tanguy Coulibaly und Daniel Didavi den Vorzug vor Borna Sosa und Mateo Klimowicz.

VfB startet gut, aber Hoffenheim geht in Führung

Ein lange Anlaufzeit benötigte die Partie in der Sinsheimer PreZero Arena nicht. Die Schwaben erwischten den besseren Start, vergaben die ersten guten Torchancen - und gerieten nach 16. Minuten überraschend in Rückstand. Christoph Baumgartner nutze eine Unachtsamkeit in der VfB-Defensive und schoss die Hausherren mit der ersten Hoffenheimer Gelegenheit in Führung. Doch der VfB schüttelte sich kurz und legte zügig wieder den Vorwärtsgang ein. Quasi im direkten Gegenzug erzielte Wirbelwind Nicolas Gonzalez nach einem tollen Solo durch die TSG-Defensive den Ausgleich (18.).

Torschütze Gonzalez muss verletzt runter

Und auch beim zweiten VfB-Treffer an diesem Samstag hatte der Argentinier seine Finger bzw. seinen Kopf im Spiel: Nach einer butterweichen Didavi-Flanke köpfte Gonzalez den Ball an die Querlatte. Der Rebound landete bei Silas Wamangituka und der nahm Maß, zimmerte die Kugel zunächst an den Pfosten und dann schließlich zum 2:1 in die Maschen

(27.). Die quirlige Stuttgarter Offensive bereitete der Hoffenheimer Rumpfmannschaft ein ums andere Mal große Probleme. So verhinderte TSG-Keeper Oliver Baumann kurz vor er Pause mit einer sensationellen Parade gegen Wamangituka einen höheren Rückstand (39.).

Einziger Wermutstropfen aus VfB-Sicht: Bei der Vorarbeit zum 2:1 zog sich Gonzalez eine Knie-Verletzung zu und musste wenig später ausgewechselt werden.

Kempf sichert dem VfB einen Punkt

Intensiv und abwechslungsreich ging es auch in den zweiten 45 Minuten zu. Nur drei Minuten dauerte es, bis die Kugel erneut im Netz zappelte. Dieses Mal hinter VfB-Torhüter und Ex-Hoffenheim-Profi Gregor Kobel, der den Ball aus kurzer Distanz von Ryan Sessegnon durch die Beine geschoben bekam. Nach dem 2:2 kippte die Partie zusehends in Richtung der Gastgeber, die in der 71. Minute vom Elfmeterpunkt aus in Führung gingen. Andrej Kramaric verwandelte den von Waldemar Anton verursachten Foulelfmeter sicher.

In der Schlussphase ging bei beiden Teams nicht mehr all zu viel zusammen. Doch dann kam in der vierten Minute der Nachspielzeit Innenverteidger Marc Oliver Kempf und traf aus der Drehung zum 3:3-Endstand. 

TSG 1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart 3:2 (1:2)

Hoffenheim: Baumann - Nordveit, Akpoguma, Posch - Sessegnon, Geiger, Samassekou - Baumgartner (86. Klauss), Grillitsch (76. Gacinovic) - Bebou, Kramaric (90.+1 Beier)

Stuttgart: Kobel - Kempf, Anton, Stenzel (75. Förster) - Coulibaly (59. Sosa), Mangala, Endo, Wamangituka - Castro (75. Klement), Didavi (59. Klimowicz) - Gonzalez (32. Kalajdzic)

Tore: 1:0 Baumgartner (16.), 1:1 Gonzalez (18.), 1:2 Wamangituka (27.), 2:2  Sessegnon(48.), 3:2 Kramaric (71./FE), 3:3 Kempf (90.+3)

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauer: -

Gelbe Karten: Sessegnon (4.), Posch (77.), Geiger (90.+4) / Castro (29.), Kempf (89.)