VfB Stuttgart

5:1 gegen den SV Sandhausen: Der VfB schießt sich zurück auf einen direkten Aufstiegsplatz

Fuvüball  2. Bundesliga  VfB Stuttgart vs. SV Sandhausen
Mit Schwung zurück auf den 2. Platz: Silas Wamangituka (li.) und Nicolas Gonzalez (re.) bejubeln das dritte Stuttgarter Tor. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat die Patzer der Konkurrenz genutzt und sich am Mittwochabend durch einen klaren 5:1-Sieg gegen den SV Sandhausen zurück auf einen direkten Aufstiegsplatz geschossen. Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison haben die Schwaben im Aufstiegsrennen somit wieder alles in der eigenen Hand. In den verbleibenden Duellen gegen Nürnberg und Darmstadt kann der VfB den direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga klar machen.

Sechs Wechsel in der Stuttgarter Startelf

Seine Startformation hatte Trainer Pellegrino Matarazzo im Vergleich zur Derby-Pleite gegen den KSC gehörig durcheinander gewirbelt. Satte sechs Wechsel standen zu Buche: Für Endo (Gelbsperre), Badstuber, Mola, Kaminski, Stenzel und Al Ghaddioui (alle Bank) rückten Kempf, Phillips, Karazor, Kalajdzic, Mangala und Förster in die erste Elf. Man brauche Frische auf dem Platz erklärte Sportdirektor Sven Mislintat kurz vor dem Anpfiff: „Die Tage sind sehr intensiv.“ Auch die taktische Grundordnung wurde verändert: Gegen den SVS wurde aus dem 4-3-3 der letzten Wochen ein 3-5-2.

Vier Tore in 31 Minuten: VfB schießt sich Derby-Frust von der Seele

Mit einer Viertelstunde Verzögerung aufgrund des schweren Unwetters über der Stadt rollte der Ball in der Mercedes-Benz-Arena und die neuformierte VfB-Elf legte los wie die Feuerwehr. Nach 31 Minuten hatten sich die Hausherren bereits eine komfortable Vier-Tore-Führung herausgespielt. Nach einer Klement-Ecke köpfte Nicolas Gonzalez den VfB in Führung (12.), Gonzalo Castro erhöhte mit einer sehenswerten Volley-Abnahme auf 2:0 (20.), Tim Kister beförderte den Ball ins eigene Netz (28.) und Gonzalez erzielte vom Elfmeterpunkt das 4:0 (31.).

VfB schaltet in den zweiten 45 Minuten einen Gang zurück

Im ersten Durchgang schoß sich die VfB-Offensive so den gesamten Derby-Frust von der Seele. Der SV Sandhausen, der nach dem Corona-Restart noch kein Spiel verloren hatte, stand phasenweise komplett neben sich. Bitter aus Sicht der Gäste: Vor dem ersten Gegentor hätte es keinen Eckball geben dürfen. SVS-Abwehrspieler Gerrit Nauber hatte einen Förster-Flachschuss ins Seitenaus abgewehrt.

Mit der klaren Führung im Rücken schalteten die Schwaben in der zweiten Hälfte einen Gang zurück. Mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel in Nürnberg wurden die Kräfte geschont. Die Partie plätschert vor sich hin und etwas aus dem Nichts heraus traf Enrique Pena Zauner zum 1:4 (68.). Mehr war für die Gäste aber nicht drin. Stattdessen erzielte der eingewechselte Hamadi Al Ghaddioui in der Nachspielzeit noch den fünften Stuttgarter Treffer. 

VfB Stuttgart - SV Sandhausen 5:1 (4:0)

Stuttgart: Kobel - Kempf, Karazor, Phillips - Castro, Mangala, Klement (70. Egloff), Förster, Wamangituka (81. Coulibaly) - Gonzalez (60. Stenzel)- Kalajdzic (70. Al Ghaddioui)

Sandhausen: Fraisl - Nauber (64. Pena Zauner), Kister, Zhirov - Diekmeier, Paqarada, Linsmayer, Taffertshofer (46. Frey), Biada (75. Türpitz) - Scheu (64. Engels), Behrens (75. Bouhaddouz)

Tore: 1:0 Gonzalez (12.), 2:0 Castro (20.), 3:0 Kister (ET/28.), 4:0 Gonzalez (FE/31.), 4:1 Pena Zauner (68.), 5:1 Al Ghaddioui (90.+3)

Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen)

Zuschauer: -

Gelbe Karten: Gonzalez (34.), Castro (39.), Phillips (52.), Klement (55.)