Baden-Württemberg

Angriff von "Corona-Rebellen": Facebook-Seite von Ministerpräsident Kretschmann vorübergehend geschlossen

Kretschmann Ministerpräsident
Ministerpräsident Kretschmann /Archivbild. © Palmizi / ZVW

Nach der Veröffentlichung des jüngsten Podcast von Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitagabend (26. Juni) nahm das Staatsministerium am Samstag vorübergehend die Facebook-Seite vom Netz. User hätten im Sekundentakt zahlreiche Falschaussagen, Verschwörungstheorien, Drohungen und Beleidigungen sowie andere strafrechtlich relevante Inhalte gepostet, gab das Ministerium in einer Pressemitteilung an. Die Pressestelle habe sich entschieden, die Seite vom Netz zu nehmen.

"Ein normaler Betrieb der Seite war daher nicht mehr möglich. An einer sachlichen Diskussion war keiner der Störer interessiert" meldete das Ministerium. Auch andere Facebook-User wurden von den "Corona-Rebellen" attackiert. Berechtigte Fragen von Bürgerinnen und Bürger zu den Corona-Maßnahmen der Landesregierung seien in dem massiven Angriff untergegangen. Insgesamt gingen in 20 Stunden weit über 4.000 Kommentare der Störer ein.

Im Podcast mahnte Kretschmann davor, die Corona-Krise als bestanden abzuschreiben. Das Virus sei noch nicht verschwunden, die Pandemie nicht vorbei. Außerdem entschuldigte er sich dafür, am Berliner Flughafen Tegel kurz keinen Mundschutz getragen habe. 

Er sagte außerdem: «Seit vielen Monaten kämpfen wir mit Corona. Und es ist noch nicht vorbei. In manchen Kommentaren auf meiner Facebook-Seite hört sich das anders an. Dort schreiben manche Mitbürger, die Pandemie sei jetzt weitgehend vorüber und das mit den Schutzmaßnahmen müsse man nicht mehr so ernst nehmen. Ich sage Ihnen ehrlich: Solche Kommentare bereiten mir echte Sorge.»