Baden-Württemberg

Im Europapark Rust öffnen die Piraten in Batavia am 28. Juli

Piraten in Bavaria, Europapark Rust
Nur wenige Figuren haben den Großbrand im Europapark Rust überlebt. Am Dienstag, 28. Juli eröffnet die Attraktion erstmals nach mehr als zwei Jahren wieder. © Hans-Joerg Haas / Europapark

Nach dem Großbrand vor mehr als zwei Jahren im Europapark Rust öffnen nun am Dienstag (28. Juli) die Piraten von Batavia wieder. Am Nachmittag können erstmals Besucher die neuaufgebaute Attraktion im hölländischen Themenbereich in Augenschein nehmen und mit dem Boot acht Minuten lang durch die neue Piratenwelt schippern. 

Bei der Bootsfahrt erleben Besucher wie Bartholomeus van Robbemond auf der Suche nach dem sagenumwobenen Dolch von Batavia – dem Feuertiger ist. Die Legende besagt, wer den Dolch von Batavia in seinem Besitz hat, ist unverwundbar. Kein Wunder also, dass nicht nur van Robbemond hinter dem Dolch her ist.

Ein Projekt, in das viel Herzblut geflossen ist, wie einer der Geschäftsführer Michael Mack im Europapark-Video mitteilt. Er war neun Jahre alt, als damals die Attraktion 1987 eröffnet wurde. "Die Piraten in Batavia ist eine Herzensangelegenheit", sagt er im Video. 

Bei der Neugestaltung haben die Macher versucht, den ursprünglichen Gedanken zu bewahren. Somit ist auch der Streckenverlauf nahezu identisch. Nicht alle der knapp 100 Figuren mussten ersetzt werden. Ein paar von ihnen - acht Stück an der Zahl wie auch einige Tier-Animatronics sind vom Feuer verschont geblieben und wurden mit moderner Technik ausgestattet. Auch einige Effekte wie der Sternenhimmel, die Wasserprokjektion oder Videoanimationen gibt es wieder. "Es war eine große Herausforderung zum einen die alten Emotionen mitzunehmen und zum anderen die Attraktion aber auch in das Jahr 2020 zu übersetzen. Das war eine schwierige Gratwanderung", ist auf der Internetseite des Europaparks zu lesen. Wie früher schon passen bis zu 16 Personen in ein Boot, theoretisch könnten somit 1800 Personen je Stunde die Piratenwelt entdecken. 

Corona-Pandemie beeinflusst die Arbeiten

Die Corona-Pandemie ist auch an den Arbeiten zur Attraktion nicht spurlos vorbeigegangen. Wie der Europapark mitteilt, haben die plötzlichen Einschränkungen und Richtlinien das Projekt ganz schön durcheinandergewirbelt. Durch die Einreisebeschränkungen haben teilweise Arbeiter gefehlt oder Materialien waren an Grenzübergängen festgesteckt. Glücklicherweise aber konnte das Europapark-Team entsprechend schnell reagieren, dass die Attraktion rechtzeitig fertiggestellt wurde. Dort können Besucher nicht nur wieder die Piratenwelt im Boot erleben, sondern auch in ähnlicher Athmosphäre im Restaurant "Bamboe Baai" wie früher aber mit neuem kulinarischen Konzept speisen.