Blaulicht

12,9 Kilo Kokain im Auto versteckt

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Kokain Schlag Aalen 14.11.2018_0
Das sichergestellte Kokain hat einen Verkaufswert von 1,1 Millionen Euro © Christine Tantschinez
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Ein Drogensuchhund sitzt sichtlich stolz vor dem großen Drogenfund.
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In diesem Fahrzeug war das Kokain versteckt.
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Der Leitende Kriminaldirektor der Kriminalpolizei Waiblingen, Reiner Möller.

Aalen/Waiblingen. Der Polizei ist am Mittwoch ein großer Schlag gegen Rauschgiftkriminalität und eine Dealerbande gelungen. Am Mittwoch ging ihr ein 30-jähriges Mitglied der Bande mit 12,9 Kilogramm Kokain und einem Verkaufswert von 1,1 Millionen Euro ins Netz.

Das Rauschgift war in verschiedenen Teilen seines Fahrzeuges professionell verbaut und versteckt, teilte die Polizei am Freitag mit. Der 30-jährige Albaner war auf dem Weg aus den Niederlanden in Richtung Aalen und stand schon seit Monaten im Fokus der Fahnder. Auf der Autobahn A3 bei Aschaffenburg wurde er gezielt gestoppt und kontrolliert. 12,9 Kilogramm Kokain wurden sicher gestellt. Das entspricht etwa 32 000 Konsumeinheiten mit einem Verkaufswert von circa 1,1 Millionen Euro. Die Kontrolle erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg und der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg.

Bei dem sichergestellten Kokain handelt es sich um die größte Menge, die jemals in einem Ermittlungsverfahren des Polizeipräsidiums Aalen beschlagnahmt werden konnte.

Dealerbande aus dem Raum Aalen versteckt Drogen in Familienkutschen

Der Albaner steht im Verdacht, als Mitglied einer Dealerbande aus dem Raum Aalen gezielt Kokain aus den Niederlanden nach Deutschland eingeführt und hier einen schwunghaften Handel betrieben zu haben. Drei weitere Mitglieder der Bande im Alter von 21, 22 und 53 Jahren, wurden bereits Ende September festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft. 

Die Bande hatte sich darauf spezialisiert, das Rauschgift in unauffälligen, scheinbar von Familien genutzten Autos zu verstecken und diese hierfür umzubauen. Die Verstecke waren so raffiniert, dass sie in einer gewöhnlichen Polizeikontrolle nicht erkennbar waren und nur mit Hilfe technischer Mittel zu öffnen.

Der leitende Kriminaldirektor der Kriminalpolizeidirektion Waiblingen, Reiner Möller, lobte das Engagement der Kollegen vom Kriminalkommissariat Aalen.´"Der Fall zeigt, wie wichtig geduldige und langwierige Ermittlungsarbeit zur Bekämpfung der Rauschgiftkriminalität ist, das wir im Übrigen auch als einen Schwerpunkt der Kriminalitätsbekämpfung gesetzt haben. Hierzu sind auch lokale Rauschgiftermittlungsgruppen unersetzbar."

Der Albaner wurde vorläufig festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ellwangen am Donnerstag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Er war unter falscher Identität im Raum Ludwigshafen gemeldet und hatte sich als italienischer Staatsbürger ausgegeben.