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17-Jähriger am Bahnhof Nellmersbach tödlich verletzt

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Symbolbild. © ZVW/Gabriel Habermann

Leutenbach.
Ein tragischer Unfall hat sich am Dienstagabend am Nellmersbacher Bahnhof ereignet. Nach aktuellem Kenntnisstand der Polizei wollte ein 17-Jähriger gegen 20.40 Uhr die Gleise überqueren und wurde hierbei von einem Regionalexpress, der in Richtung Stuttgart unterwegs war, erfasst und tödlich verletzt. Aufgrund des Unfalls wurde die Zugstrecke zwischen Backnang und Winnenden bis kurz nach 23 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Die Kriminalpolizei Waiblingen hat die Ermittlungen aufgenommen.

„Tödliche Personenunfälle auf Bahngleisen sind meistens Suizide. In dem Fall deuten aber Zeugenaussagen und Videoaufnahmen nicht darauf hin“, erläuterte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Aalen auf Nachfrage. Der tragisch Verunglückte war kurz vorher aus einem anderen Zug ausgestiegen, hatte gewartet, bis dieser weggefahren war, und dann verbotswidrig die Gleise im Bahnhof überquert, wo er von einem anderen einfahrenden Zug erfasst wurde. Die Bundespolizei warnt seit jeher vor dem lebensgefährlichen Leichtsinn, Bahngleise zu überqueren oder sich auch nur nahe an Gleisbetten aufzuhalten.

Schwer oder tödlich verletzt

Erst am 3. Dezember 2019 wurde einem 78-Jährigen in Waiblingen zum Verhängnis, dass er sein Fahrrad in der Gleismulde unterhalb der Brücke der Westumfahrung neben den Gleisen entlangschob, wohl um den Weg abzukürzen. Er wurde von einem Zug erfasst und lebensgefährlich verletzt.

Im September 2018 fand ein älterer Radfahrer in Rudersberg den Tod, der mit seinem Pedelec den Bahnübergang an der Neuen Zumhofer Straße, an dem die Schranken heruntergelassen waren und die Signalanlage Rot zeigte, überqueren wollte und von der Wieslauftalbahn erfasst wurde – dies war der dritte Unfall in diesem Bereich der Bahnstrecke seit 2015 gewesen: Im März 2016 hatte an gleicher Stelle ein 20-jähriger Fußgänger schwere Verletzungen davongetragen, er hatte vermutlich Kopfhörer aufgehabt; im März 2015 hatte ein Mann tödliche Verletzungen erlitten, der Betrunkene war gegen 22 Uhr grob fahrlässig entlang der Gleise in Richtung einer Tankstelle gelaufen, als er vom Zug erfasst wurde.

Anfang März 2010 gingen eine 14-Jährige und ein 15-Jähriger beim S-Bahn-Haltepunkt Beutelsbach verbotswidrig über die Gleise. Durch eine Notbremsung konnte der Triebfahrzeugführer der S-Bahn einen Zusammenstoß gerade noch verhindern.