Blaulicht

B 14: Busunglück gerade noch verhindert

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Symbolbild. © Andrea Wuestholz

Backnang/Waiblingen.
73 Fahrgäste eines Reisbusses hatten am Freitagmorgen ausgesprochenes Glück und entgingen einem drohenden Unglück. Der Doppeldecker startete am frühen Morgen bei der gewerblichen Schule Backnang zu einer Skiausfahrt. Ein Lehrer meldete per Handy über Notruf gegen 6 Uhr eine drohende Gefahr. Der Reisebus sei mit geöffneten Gepäckklappen losgefahren und der Busfahrer reagiere auf Ansprache nicht und fahre immer weiter. Auf Hupzeichen anderer Autofahrer reagiere der Fahrer auch nicht mehr.

Bei Ausfahrt Waiblingen-Mitte gestoppt

Die Winnender Polizei konnte den Reisebus letztlich auf der B14 einholen. Der Versuch mit Blaulicht und "Bitte Folgen" Zeichen den Bus von der Bundesstraße zu lotsen oder zu stoppen scheiterte zunächst. Der Bus passierte die Ausfahrten Winnenden, Schwaikheim, Sörenberg und Waiblingen Nord und fuhr mit einer Geschwindigkeit von etwa 60 bis 80 km/h in Richtung Stuttgart weiter. Bei der Ausfahrt Waiblingen-Mitte gelang es den Lehrkräften auf den Busfahrer so einzuwirken, dass dieser abbremste und das Fahrzeug auf dem Verzögerungsstreifen zum Stehen brachte.

Fahrer erlitt offenbar Schlaganfall

Während die Polizeibeamten den Fahrer sofort nach draußen brachten, konnte ein Lehrer das Wegrollen des Busses vermeiden, indem er sich ans Steuer setzte und bremste. Der Busfahrer wurde umgehend notärztlich versorgt und in eine Klinik verbracht. Ersten Einschätzungen nach, erlitt der Mann einen Schlaganfall.

Im Bus waren sieben Lehrkräfte und 66 Schülerinnen und Schüler im Alter von 16 bis 25 Jahren, die alle zum Glück mit dem Schrecken davongekommen sind, sagte Schulleiterin Dr. Isolde Fleuchaus dieser Zeitung. „Am Freitag war ein allgemeiner Wintersport-Ausflugstag unserer Schule. Manche waren wandern, manche Eis laufen und andere eben Ski fahren“. Dieser Skiausflug – es hätte ins Brandnertal (Vorarlberg) gehen sollen – wurde freilich abgebrochen. Ein Ersatzfahrer des Busunternehmens fuhr die Schüler und Lehrer wieder zurück nach Backnang. „Sie konnten dann nach Hause fahren oder abgeholt werden“, so Fleuchaus. „Wir stehen in Kontakt mit den Eltern und schauen, wo es Bedarf etwa für psychologische Nachbetreuung gibt.“ Das Regierungspräsidium als oberste Schulbehörde habe einen Krisenstab gebildet.

Ein Ersatzfahrer des Busunternehmens holte den Bus später ab.