Blaulicht

Bei Unfall aus Mutterleib gerissen: Rehkitz überlebt

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Auf diesem Bild ist das Rehkitz Caro bereits drei Wochen alt und endlich im großen Gehege am Bodensee. (25.05.17) © Leonie Kuhn
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Das Rehkitz fünf Tage nach seiner gewaltsamen Geburt. © Leonie Kuhn
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Vier Tage nach seiner Geburt ist das Rehkitz noch etwas wackelig auf den Beinen. © Leonie Kuhn
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Das Rehkitz nach dem Wildunfall am Donnerstag, den 4. Mai. © Leonie Kuhn

Winterbach.

Eine nicht alltägliche Geschichte:

Bereits am 4.5.2017 gab es auf der B 29 einen Wildunfall. Eine trächtiges Reh wurde kurz nach 20 Uhr von einem Auto erfasst und getötet. Bei dem Zusammenstoß wurden zwei Kitze aus dem Mutterleib gerissen. Ein Rehkitz überlebte den Unfall und lag hilflos auf dem Asphalt. Eine Autofahrerin legte das Tier in den Grünstreifen.

Das Kitz überlebte die kritische Nacht nach dem Unfall

Als eine Polizeistreife der Polizeihundeführerstaffel zum Unfallort kam, wurden die Kollegen von dem Rehkitz erwartungsvoll angeschaut. Die Beamten zögerten nicht lange, wickelten es in eine Decke und fuhren es schleunigst zu einer Tierärztin in der Schorndorfer Nordstadt. Das Praxisteam kümmerte sich unbürokratisch und liebevoll um das Kitz, welches die kritische Nacht schließlich überlebte. Das Tier entwickelte sich prächtig und kam zunehmend zu Kräften, so dass es nach drei Wochen in ein Freigehege am Bodensee übergeben werden konnte.

Die Kollegen der Polizeihundestaffel durften dem Rehkitz einen Namen geben und benannten es nach der Kollegin, die sich so liebevoll am Einsatzort um das Tier gekümmert hatte: "Caro".