Blaulicht

Der Geisterfahrerin fehlte Fahrpraxis

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Geisterfahrerin verursacht tödlichen Unfall am Sonntagabend ( 15.01.2017 ). © Benjamin Büttner

Lorch.
Nach der Geisterfahrt einer 72-Jährigen am Sonntag (15.1.) bei Lorch sind einige offene Fragen geklärt. Ein Zeuge hat laut Polizei gesehen, wie die Falschfahrerin über die Ausfahrtsrampe am Verteiler Lorch-Ost in falscher Richtung auf die B29 aufgefahren ist. Die Polizei nennt geringe Fahrpraxis der Frau und Probleme bei der Orientierung als Gründe für die Falschfahrt. "Ein bewusstes und gewolltes Falschfahren ist auszuschließen", so die Polizei.

Den Ermittlungen zufolge hatte sich die Frau  vor ihrem folgenschweren Fehler, der zwei Menschen das Leben kostete, am Lorcher Bahnhof aufgehalten. Dort stieg ein Mitfahrer aus, um mit dem Zug weiterzufahren.Die Frau wollte anschließend nach Hause - und fuhr an der falschen Stelle auf die Bundesstraße.

Inzwischen haben sich auch einige Verkehrsteilnehmer bei der Polizei gemeldet, denen die Falschfahrerin zwischen den Anschlussstellen Schwäbisch Gmünd West und Lorch-Ost auf ihrer Überholspur entgegenkam. In einem Fall streiften sich sogar die Autos.  

Danach kam es zu einem Frontalzusammenstoß der Geisterfahrerin mit dem Daimler eines 20-Jährigen. Der junge Mann und die Geisterfahrerin selbst haben den Unfall nicht überlebt. Ein Beifahrer im Daimler erlitt schwere Verletzungen.