Feuer im Industriegebiet in Burgstall
Burgstetten.
Durch Arbeiten an der Bitumen-Dachpappe ist am Sonntagmittag eine komplette Lagerhalle im Burgstaller Gewerbegebiet in Brand geraten. Die Polizei geht nach ersten Schätzungen von einem Gebäudeschaden von 300 000 Euro aus, der Inventarschaden wird auf 500 000 Euro geschätzt. An einem benachbarten Firmengebäude wurden durch die starke Hitzeentwicklung mehrere Scheiben beschädigt. Der hier entstandene Schaden dürfte sich auf etwa 5000 Euro belaufen.
Immer wieder war am Sonntagmittag ein lautes Krachen zu hören, als Gebäudeteile der ehemaligen Leiterfirma im Burgstaller Gewerbegebiet unter der Flammenlast zusammengebrochen sind. Als die Feuerwehr Burgstetten in der Talstraße eingetroffen war, hatte sich das Feuer bereits vollständig auf die Lagerhalle der ehemaligen Leiterfabrik ausgedehnt, berichtet Jürgen Lang, Kommandant der Burgstettener Wehr, der die Einsatzleitung innehatte. Den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr sei es aber gelungen, die angrenzenden Gebäude, wie die dahinterliegende Chemie-Fabrik, vor den Flammen zu schützen, so Lang. Nach etwa 45 Minuten hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle.
Die ehemalige Leiterfabrik war zuletzt vermietet gewesen und wurde als Lagerhalle genutzt. Vermutlich der Mieter wollte am Sonntag das Dach reparieren und arbeitete mit einem Schweißbrenner, wobei das Feuer nach ersten Erkenntnissen ausgebrochen ist. In der Halle lagerten wohl Styroporplatten und Pappe, weshalb sich das Feuer rasch ausbreiten konnte. Als die Feuerwehr eintraf, hatten alle Personen das Gebäude verlassen. Verletzt wurde niemand.
Vorsorglich führte die Feuerwehr Backnang Luftmessungen durch, um giftige Dämpfe auszuschließen. Damit wollte man sichergehen, dass für Anwohner keine Gefahr besteht. Rein prophylaktisch sei die Maßnahme, so Lang, „weil wohl Material aus Kunststoff verbrannt ist. Es besteht aber keine Gefahr“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.
Während der Löscharbeiten standen noch drei Gasflaschen auf dem Dach, welche die Feuerwehr aber nicht wegräumen konnte, da das Dach einsturzgefährdet war. „Wir behalten sie im Auge!“, sagte Kommandant Lang. Die Feuerwehr hat sie zunächst immer wieder von außen gekühlt, um eine Explosion zu verhindern.
Bis in den Nachmittag hinein war die Freiwillige Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt. In dem leicht brennbaren in der Halle gelagerten Material verbargen sich unzählige Glutnester. Diese zu ersticken verlangte den Feuerwehrleuten einiges an Mühen ab, was aber „nicht sonderlich problematisch ist“, sagte Lang.
Beim Brand im Einsatz
Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Burgstetten, Kirchberg an der Murr und Backnang. Weitere Unterstützung erhielten die insgesamt rund 80 Feuerwehrleute aus Fellbach durch einen Atemschutzwagen.
Für das Deutsche Rote Kreuz waren neun Einsatzkräfte aus den Ortsvereinen Kirchberg, Burgstetten und Aspach mit drei Fahrzeugen vor Ort sowie ein Rettungswagen, der mit zwei Mann besetzt war. Verletzt wurde aber niemand.

