Gasalarm: Mutter und Kind im Krankenhaus
Urbach.
Ein Alarm wegen eines stechenden Geruchs hat am Montagabend die Urbacher Feuerwehr auf den Plan gerufen. Die Bewohner eines Hauses in der Schorndorfer Straße hatten Alarm geschlagen: Verdacht auf Gasaustritt. Tatsächlich stellten laut Kommandant Michael Hurlebaus auch die ausgerückten Feuerwehrleute den Gasgeruch in der Wohnung fest. Allerdings: Die Ursache konnten sie nicht ermitteln.
Zunächst gaben die Bewohner der betroffenen Wohnung im ersten Stock des Hauses an, sie hätten gar keinen Gasanschluss im Haus. Dann stellte sich heraus: Doch es gibt eine Gastherme, an die die Heizungen angeschlossen sind. „Aber von dort kam zu 99 Prozent nichts“, sagt Michael Hurlebaus gegenüber unserer Zeitung. Auch am Tag danach bleibt der Fall unerklärlich. Ein hinzugerufener Heizungsbauer und ein Kaminkehrer konnten ebenso wenig die Ursache des stechenden Geruchs feststellen wie die Messgeräte der Feuerwehr. „Wir haben nichts gefunden“, sagt Hurlebaus.
Montagabend war die Schorndorfer Straße bis 19.40 Uhr gesperrt
Fest steht dennoch, dass da etwas gewesen sein muss. Denn eine Frau und ihr Kind klagten über eine Reizung der Atemwege. Sie kamen laut Feuerwehr deswegen vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus nach Winnenden. „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“, sagt Michael Hurlebaus. Er kann bis heute nur Vermutungen zur Ursache des Vorfalls anstellen. Vielleicht könnte die Wetterlage mit Unterdruck verantwortlich sein, so der Feuerwehrkommandant. In solchen Lagen könne es vorkommen, dass Abgase aus dem Kamin zurückgedrückt werden, entweder durch den Kamin oder durch ein geöffnetes Fenster.
Wegen des Feuerwehreinsatzes war am Montagabend die Schorndorfer Straße bis 19.40 Uhr gesperrt. Die Bewohner der angrenzenden Doppelhaushaushälfte wurden vorübergehend evakuiert, bis klar war, dass keine Explosionsgefahr besteht. „Diese bestand zu keinem Zeitpunkt“, betont Michael Hurlebaus.

