Blaulicht

Gasgeruch in Winnender Gaststätte: Feuerwehr rückt aus - und Besucher müssen vom Notarzt untersucht werden

Winnenden-Schelmenholz: Mehrere Personen meldeten in Gaststaette Atemwegsreizungen
Am Freitagabend, 25. September, 2020, meldeten in einer Gaststätte im Winnender Stadtteil Schelmenholz mehrere Personen Atemwegsreizungen. © SDMG / Kohls

Über Augen- und Hautreizungen haben am Freitagabend (25. September 2020) mehrere Gäste einer Gaststätte in Winnenden-Schelmenholz geklagt. Die Feuerwehr Winnenden wurde gegen 18.30 Uhr alarmiert und rückte mit zwei Abteilungen (Stadtmitte und Zipfelbach) sowie insgesamt drei Fahrzeugen zu dem Lokal in der Forststraße aus.

Mit Atemschutzgeräten ins Gebäude

Mit vor Ort waren nach Angaben des Einsatzleiters der Feuerwehr auch ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie die Polizei. Sieben Gäste wurden untersucht, von ihnen musste aber niemand ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei Trupps der Feuerwehr gingen mit Atemschutzgeräten in die Gaststätte und sorgten erst mal für eine ordentliche Lüftung.

Sämtliche Leitungen kontrolliert

Dann überprüften sie den Kühlschrank, den Bierausschank, die Lüftungsanlage und sämtliche Leitungen auf den Austritt von Gas. Dazu nutzten sie ein Vierfach-Gasmessgerät, dass die Luft auf Sauerstoff, Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid und Schwefelwasserstoff überprüft.

Hat jemand einen Reizgasspray benutzt?

„Wir haben aber nichts gefunden“, sagte der Einsatzleiter am Freitagabend unserer Zeitung. Da aber viele Gäste über Gasgeruch klagten, liegt nach Auskunft des Feuerwehrmanns der Verdacht nahe, dass jemand in der Gaststätte einen Reizgasspray benutzt haben könnte. Beweisen lässt sich das bislang nicht.

Nach etwa 40 Minuten hatte die Feuerwehr ihren Einsatz abgeschlossen und die Gaststätte durfte ihren Betrieb wieder aufnehmen.