Blaulicht

Lkw-Fahrer fährt 17 Stunden am Stück

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Symbolfoto. © Pixabay / Lizenz: CC0 Public Dom

Waiblingen.
20 000 Euro mussten ein Lasterfahrer und das Unternehmen, für das der Mann arbeitet, zahlen: Die ungewöhnlich hohe Summe zeigt, wie gravierend die Liste der Mängel am litauischen Autotransporter war. Der Fahrer war laut Polizei nachweislich ohne Pause zum Teil mehr als 17 Stunden am Stück gefahren. Er hatte in einem Zeitraum von 72 Stunden eine Strecke von etwa 3400 Kilometer zurückgelegt, meldet die Polizei. Die Sicherheit des Fahrers war nicht nur deshalb sehr beeinträchtigt: Der Fahrersitz war lediglich lose aufgelegt.

Die Polizei bemerkte am Transporter eine Vielzahl von Unfallschäden, außerdem eine gerissene Windschutzscheibe. „Allerdings ist damit die Liste der Schäden längst nicht abgeschlossen“, schreibt die Polizei. Ein Sachverständiger stufte den Laster als verkehrsunsicher ein, woraufhin der Fahrer nicht weiterfahren durfte. Beamte des Verkehrskommissariats Backnang hatten den Transporter am Mittwoch gegen 11.15 Uhr kontrolliert.

Bei Kontrollen dieser Art stößt die Polizei immer wieder auf erhebliche Mängel – aber dieser Fall zählt zu den spektakulären. Früheren Angaben zufolge sind es häufig Fahrzeuge aus dem Ausland, die den Anforderungen an die Verkehrssicherheit nicht entsprechen oder deren Fahrer sich nicht an die Regeln halten.

Im vergangenen Jahr hat die Polizei im Gebiet des Polizeipräsidiums Aalen 166 Fahrern verboten, weiterzufahren. Gründe waren technische Mängel an den Lastern. Meist handelte es sich um Defekte an der Elektrik, an Achsen, Rädern und Aufhängungen sowie am Fahrgestell.

Insgesamt kontrollierte die Polizei im vergangenen Jahr 8121 Fahrzeuge im Zuge von Kontrollen des gewerblichen Güter- und Personenverkehrs. Es gab 1913 Beanstandungen. Die Zahlen beziehen sich auf das gesamte Gebiet des Polizeipräsidiums Aalen, das für den Rems-Murr- und den Ostalbkreis sowie für Schwäbisch Hall zuständig ist.