Blaulicht

Polizei warnt vor neuen Erpresser-Mails

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Symbolbild. © Pixabay/CC0 Public Domain

Rems-Murr-Kreis.
In den vergangenen Wochen schwappte eine neue Welle an Erpresser-Mails auf. Betroffene Bürger im Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums Aalen wurden darin in der Regel zu Zahlungen von bis zu 3000 Euro aufgefordert. Teilweise sollten die Opfer auch in Dollar bezahlen.

Passwörter der Betroffenen aufgelistet

Den Empfängern vorgegaukelt, sie seien bei sexuellen Handlungen mittels einer auf den PCs installierten Software gefilmt worden. Die Erpresser drohen bei Nichtzahlung der geforderten Summe, die Filme an Bekannte weiterzuleiteten oder einfach im Internet zu veröffentlichen. Oberflächlich betrachtet scheint hier eine bereits bekannte Masche Anwendung zu finden. Jedoch sind die E-Mails der neuen Welle oft in englischer Sprache verfasst. Neu ist auch, dass in den eingegangenen Erpresser-Mails abgegriffene Passwörter der betroffenen Anwender aufgelistet sind.

Nicht auf Forderungen eingehen

Polizeilichen Ermittlungen zufolge wurde bisher offenbar keiner der betroffenen Computer tatsächlich von den Erpressern gehackt. Vielmehr scheint es so, dass die Passwörter bei anderweitigen Hackerangriffen im Netz erlangt wurden. Oft handelte es sich auch um alte inaktive Passwörter. Die Polizei geht davon aus, dass in keinem der Vorfälle kompromittierendes Bildmaterial erlangt oder erstellt wurde. Die Herkunft der E-Mails ist bisweilen unbekannt. Betroffene User sollten keinesfalls auf die Forderungen der Erpresser eingehen und bei der Polizei Anzeige erstatten. Zum Eigenschutz wird zudem empfohlen ein aktuelles Virenschutzprogramm anzuwenden.