Blaulicht

Polizeibilanz für die Silvesternacht im Rems-Murr-Kreis: „Nix Dramatisches“

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Symbolfoto. © ZVW/Benjamin Büttner

So was gab's wohl noch nie: Die berühmte Bilanz und Aufzählung aller polizeirelevanten Vorkommnisse in der Silvesternacht umfasst diesmal nur drei Zeilen und ein Wort im Online-Presseportal der Polizei Baden-Württemberg. Da mutet die Aussage des diensthabenden Polizisten in der Polizeidirektion Aalen am noch nicht so späten Feiertagsmorgen – die Silvesternacht sei „nicht gar so wild“ abgelaufen – ja schon fast reißerisch an.

Keine schweren Unfälle, keine Trunkenheitsfahrten, keine Gewalt

Auch wenn der Himmel weit vor und weit über Mitternacht hinaus zum Jahreswechsel vielerorts in allen Farben erglühte: Das Geschehen im Rems-Murr-Kreis blieb absolut im Rahmen. Die Polizei vermeldet in ihrer Silvesterbilanz keinerlei schwere Unfälle, keinerlei Trunkenheitsfahrten mit rekordverdächtigen Promillewerten, keinerlei Schlägereien und andere Gewalttaten. Das Einzige, was – so hübsch es ja rein optisch ist – zu Ungemach führte, war wohl das Feuerwerk: Der Polizei wurden Brände mit einem Gesamtschaden von rund 32.500 Euro gemeldet. Die Brände, so heißt es, wurden „ausnahmslos durch Feuerwerkskörper verursacht. Es gerieten mehrere Abfalleimer sowie Hecken in Brand. In zwei Fällen wurden geparkte Fahrzeuge beschädigt“.

Einen dieser Brände führt die Polizei noch explizit aus: In Plüderhausen geriet gegen 1.30 Uhr in der Öttlinsgasse ein geparkter VW aufgrund eines Feuerwerkskörpers in Brand. Es brannte die komplette Vorderseite. Die Freiwillige Feuerwehr Plüderhausen war mit zwei Fahrzeugen und 18 Einsatzkräften vor Ort. An dem VW entstand ein Schaden in Höhe von 20.000 Euro. Die Polizei sucht zu diesem Fall dringend Zeugen. Sie werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07181 2040 beim Polizeirevier zu melden.

Ein Blick in die Nachbarlandkreise: ebenfalls nur Brände zu vermelden

Auch in den Nachbarlandkreisen scheint die Silvesternacht weitgehend friedlich abgelaufen zu sein. Allerdings waren die Brände, die dort durch Feuerwerkskörper ausgelöst wurden, insgesamt deutlich kostspieliger als im Rems-Murr-Kreis. Im Ostalbkreis wurden in der Silvesternacht sechs Brände mit einem Gesamtschaden von etwa 42.000 Euro polizeibekannt. Fünf Brände wurden dabei durch Feuerwerkskörper verursacht. In vier Fällen kam es zu Kleinbränden von Mülleimern, einer Hecke und einer Fassade sowie einem Brand in einem Treppenhaus. In einem Fall wurde der Brand durch einen technischen Defekt verursacht.

Im Landkreis Schwäbisch Hall wurden in der Silvesternacht fünf Brände der Polizei gemeldet. Bei einem dieser fünf brannte ein Rinderstall im Fichtenhof ab. Die Ursache ist bislang unbekannt. In dem Stall befanden sich 57 Rinder und 15 Kälber. Der Brand wurde durch einen Nachbarn bemerkt, welcher die Polizei verständigte. Durch Anwohner und die eintreffende Feuerwehr konnten die meisten Rinder aus dem Stall befreit werden. Drei Rinder verendeten jedoch in dem brennenden Stall. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 300 000 Euro. Bei vier weiteren Kleinstbränden entstand ein Sachschaden in Höhe von 3000 Euro.

So was gab's wohl noch nie: Die berühmte Bilanz und Aufzählung aller polizeirelevanten Vorkommnisse in der Silvesternacht umfasst diesmal nur drei Zeilen und ein Wort im Online-Presseportal der Polizei Baden-Württemberg. Da mutet die Aussage des diensthabenden Polizisten in der Polizeidirektion Aalen am noch nicht so späten Feiertagsmorgen – die Silvesternacht sei „nicht gar so wild“ abgelaufen – ja schon fast reißerisch an.

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Keine schweren Unfälle, keine

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