Blaulicht

Rudersberg: Unbekannte entsorgen illegal Schlachtabfälle

Lamm
Symbolbild. © Pixabay License

Die Polizei sucht Hinweise auf eine illegale Schlachtung in Rudersberg, bei der zwei Lämmer geschächtet und unfachmännisch zerlegt wurden. Die Tierkadaver wurden zwischen Steinenberg und Steinbruck auf einer Wiese bei der Brücke am Tannbach entsorgt und am Samstagvormittag (01.08.) dort gefunden.

Der Zusammenhang mit dem islamischen Opferfest liegt auf der Hand. Es wird zum Höhepunkt des Haddsch gefeiert und wurde am vergangenen Wochenende begangen. Beim Opferfest erinnern Muslime an Abraham, der als gemeinsamer Stammvater von Muslimen, Juden und Christen gilt. Im Mittelpunkt steht dabei die Barmherzigkeit Gottes. In muslimischen Ländern ist es Tradition, zum Opferfest ein Tier zu schlachten, es in drei Teile zu zerlegen und zwei Teile davon zu verschenken.

Nach dem Tierschutzgesetz dürfen warmblütige Tiere nur geschlachtet werden, wenn sie vorher betäubt wurden. Für eine Schächtung, also die Tötung eines Tieres ohne Betäubung durch einen Kehlenschnitt, bedarf es einer Ausnahmegenehmigung. „Gegebenenfalls muss die für die Schächtung zuständige Person der Behörde vorführen, dass sie die Bestimmungen der Tierschutz-Schlachtverordnung kennt und beherrscht“, erklärt das zuständige Ministerium in Stuttgart.

Wie die Polizei mitteilt, wurden die Kadaver irgendwann zwischen Freitag und Samstagmorgen (31.07.-01.08.) weggeworfen. Die Schlachtabfälle von zwei Lämmern befanden sich in einem Abfallsack und wurden auf der Wiese illegal entsorgt. Die Polizei zog eigenen Angaben zufolge zur Klärung des Vorfalls das Veterinäramt hinzu. Zudem seien nähere Untersuchungen veranlasst worden, die letztlich Aufschluss zu den Todesumständen der Tiere erbringen sollen. Ersten Hinweisen zufolge wurden die Tiere geschächtet und unfachmännisch zerlegt.

Das Veterinäramt habe von Freitag bis Sonntag die amtlich bekannten Schlachteinrichtungen im Rahmen des diesjährigen Opferfestes überwacht und keine rechtlichen Abweichungen feststellen können.

Die Fachdienststelle Gewerbe und Umwelt der Polizei hat die Ermittlungen zum Vorfall übernommen und bittet um Hinweise.  Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 07181/2040 zu melden.