Blaulicht

Schockanruf in Winnenden: Bankmitarbeiterin verhindert Übergabe von 30.000 Euro

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Symbolfoto. © pixabay.com

Zu einem Schockanruf ist es am Donnerstag (19.01.) gegen 10.50 Uhr in Winnenden gekommen. Unbekannte versuchten dabei eine 81-Jährige dazu zu bringen, ihnen Geld zu übergeben. Wie die Polizei mitteilt, gaukelten die Täter der 81-Jährigen einen schweren Unfall vor und forderten Geld für eine Kaution. Die 81-Jährige begab sich daraufhin zu ihrer Hausbank. Dort wollte sie 30.000 Euro für die verlangte Kaution abheben. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin konnte „ein schädigendes Ereignis“ im letzten Moment verhindern.

Geld und Schmuck im fünfstelligen Bereich erbeutet

Weniger Glück hatte eine Frau aus Aalen. Telefonbetrüger meldeten sich auch bei ihr am Donnerstag (19.01.) und erbeuteten Schmuck und Bargeld. Wie die Polizei mitteilt, erhielt die Seniorin gegen 11.40 Uhr einen Anruf. Im Verlauf des Gesprächs gaukelten die Betrüger ihr vor, dass ihre Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und sich nun in Haft befinde.

Die Anrufer teilten mit, dass die Tochter nur gegen Bezahlung einer Kaution wieder auf freien Fuß kommen könnte. Durch geschickte Gesprächsführung bauten die Betrüger einen großen Druck auf die Seniorin auf. Sie brachten die Frau dazu, die geforderten Wertgegenstände und das Bargeld gegen 14.45 Uhr an eine Abholerin zu übergeben.

Tatverdächtig: Frau mit schwarzen Haaren

Die Abholerin wird als etwa 30 Jahre alt, circa 1,65 Meter groß, schlank und mit schwarzen Haaren beschrieben. Sie war stark geschminkt, mit rotem Lippenstift, trug eine schwarze Wollmütze und eine schwarze Jacke.

Nach der Übergabe der Wertgegenstände und des Bargelds, entfernte sich die Abholerin. Die Seniorin fuhr im Anschluss nach Hause und verständigte ihren Mann. In diesem Zusammenhang hatte sie auch Kontakt zu der angeblich verunfallten Tochter und bemerkte letztendlich den Betrug.

Die Polizei warnt vor rhetorisch geschickt agierenden Tätern

Wie in vielen Fällen wurde die Angerufene in dem Telefonat von den rhetorisch äußerst geschickt agierenden Tätern so sehr geschockt und psychologisch stark beeinflusst, dass sie der Geschichte schließlich Glauben schenkte. Die Polizei Aalen hat entsprechende Ermittlungen eingeleitet

Das Polizeipräsidium Aalen warnt erneut vor sehr vielen betrügerischen Telefonanrufen in allen drei Landkreisen im Präsidiumsbereich (Ostalbkreis, Rems-Murr-Kreis und Landkreis Schwäbisch Hall). Zudem sind in den letzten Tagen beim Polizeipräsidium Aalen eine Vielzahl an Anzeigen zu sogenannten Whatsapp- oder Messenger-Betrug eingegangen.

Vorsicht vor unbekannten Rufnummern

Die Polizei appelliert bei Nachrichten von unbekannten Rufnummern äußerst sensibel zu reagieren und sich nicht zu übereilten Geldüberweisungen überreden zu lassen. Sollte Ihnen eine Rufnummer nicht bekannt vorkommen, antworten Sie nicht und blockieren Sie diese. Seien Sie misstrauisch, sollte Ihnen der angebliche Verwandte von einer "neuen Rufnummer" berichten und klären Sie dies erst bei weiteren Verwandten ab. Versuchen Sie den Bekannten über die Ihnen bekannte Rufnummer zu erreichen. Im Zweifel sollte unbedingt die Polizei verständigt werden.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Ihnen unbekannte Personen!

Ein Info-Blatt zu Umgang und Verhalten bei Anrufen von "falschen Polizeibeamten", "Schockanrufen" oder weiteren Maschen von Telefonbetrügern finden Sie hier. Allgemeine Infos zu den verschiedenen Betrugsstraftaten finden Sie unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/.

Zu einem Schockanruf ist es am Donnerstag (19.01.) gegen 10.50 Uhr in Winnenden gekommen. Unbekannte versuchten dabei eine 81-Jährige dazu zu bringen, ihnen Geld zu übergeben. Wie die Polizei mitteilt, gaukelten die Täter der 81-Jährigen einen schweren Unfall vor und forderten Geld für eine Kaution. Die 81-Jährige begab sich daraufhin zu ihrer Hausbank. Dort wollte sie 30.000 Euro für die verlangte Kaution abheben. Eine aufmerksame Bankmitarbeiterin konnte „ein schädigendes Ereignis“ im

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