Blaulicht

Tödlicher Unfall: Fahrer identifiziert

Autofahrer im Fahrzeug verbrannt, 80 Meter in den Wald hinab, Rudersberg, Rems-Murr-Kreis, Ba.-Wue., 23.08.2017.
Schrecklicher Unfall am Rettich-Kreisel. © Benjamin Beytekin

Rudersberg.
Nach dem tödlichen Unfall am Mittwoch kurz vor 20 Uhr hat die Polizei nun den Halter des Fahrzeugs ermitteln können. Der Mann kommt aus dem Rems-Murr-Kreis und ist 40 Jahre alt. Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Mann um die Person, die beim  Unfall ums Leben gekommen ist. Für die Rekonstruktion des Unfallherganges wurde ein Gutachter hinzugezogen. 

Bislang scheint es so, dass das Unfallgeschehen schon im Rettichkreisel begann. Schon bevor das Auto am Ende liegen blieb, hatte es Feuer gefangen. Nach ersten Erkenntnisse fuhr der Fahrer zu mittig in den Rettichkreisel, anstatt die Kurve zu nehmen. Da sich auf dem Kreisel ein kleiner Hügel befindet, geriet der Polo in Schräglage. Das linke Vorder- und Hinterrad hingen dadurch in der Luft, der Wagen kippte um, überschlug sich und fiel wieder auf die Kreiselfahrbahn. Dies konnten die Einsatzkräfte anhand der Reifen- und Lackspuren auf der Straße rekonstruieren. Der Wagen rollte dann einen unbefestigten Waldweg entlang. Nach rund 80 Metern kam das Auto zum Stehen und brannte aus. Auch Teile des Waldbodens fingen Feuer, allerdings ohne größere Schäden anzurichten. Den Fahrer fanden die Rettungskräfte laut Polizeibericht tot auf dem Beifahrersitz.

Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass der Unfall durch den Fahrer mit Selbsttötungsabsicht herbeigeführt wurde. Die Beamten gehen außerdem davon aus, dass der Fahrer selbst das Auto im Innenraum entzündete. Da ausgeschlossen werden kann, dass Dritte dem Unfall beteiligt waren, hat die Staatsanwaltschaft Stuttgart daher die Ermittlungen eingestellt.