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Tödlicher Unfall: Neue Informationen

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Grauenhafter Unfall kostet zwei jungen Menschen das Leben. © Benjamin Beytekin
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Grauenhafter Unfall kostet zwei jungen Menschen das Leben. © Benjamin Beytekin

Welzheim.
Es ist eine Tragödie: Zwei 18-Jährige sind in der Nacht auf Mittwoch bei einem Verkehrsunfall in Seiboldsweiler gestorben. Sechs weitere Jugendliche wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Eine Fahranfängerin war allem Anschein nach zu schnell unterwegs gewesen. Im völlig überladenden Unglücksfahrzeug saßen acht Menschen.

Die acht jungen Leute waren anscheinend auf dem Heimweg nach einem Besuch auf dem Wasen in Cannstatt. Sie waren offenbar zunächst mit zwei Autos nach Welzheim gefahren. Dort zwängten sich alle acht in einen VW Polo. Eine 18-jährige Fahranfängerin übernahm das Steuer. Die junge Frau war laut Polizei nüchtern. Sie steuerte den Wagen am frühen Mittwochmorgen gegen 1.15 Uhr auf der Landesstraße von Welzheim kommend Richtung Kaisersbach. Kurz nach dem Ortsausgang von Seiboldsweiler „geriet die junge Fahrerin vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit sowie Ablenkung ins Schleudern und verlor anschließend die Kontrolle über ihr Fahrzeug“, heißt es im Polizeibericht. Der VW Polo kam nach links von der Straße ab, überfuhr an einem Acker eine leichte Kuppe und blieb in einem Maisfeld auf dem Dach liegen. Ein 18-Jähriger wurde aus dem Auto geschleudert. Der junge Mann starb noch an der Unfallstelle. Ein zweiter 18-Jähriger wurde laut Polizei teilweise aus dem Fahrzeug geschleudert. Für ihn kam ebenfalls jede Hilfe zu spät.

Ein 17-Jähriger, ein 18-Jähriger sowie eine weitere 18-jährige Frau zogen sich schwere Verletzungen zu. Die Fahrerin selbst sowie eine 18-Jährige und ein 18-Jähriger erlitten leichte Verletzungen. Alle Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.

Sven Knödler, Kreisgeschäftsführer des Roten Kreuzes, war in der Nacht selbst vor Ort. Bei einem solch schrecklichen Unfall holt das Rote Kreuz zusätzlich zum Rettungsdienst ehrenamtliche Helfer an den Unglücksort, um den Menschen in solch einer traumatischen Situation ersten Beistand zu leisten. Die Helfer kümmern sich auch um Einsatzkräfte, die eventuell mit dem, was sie dort sehen, nicht klar kommen. Nach dem Amoklauf in Winnenden wurden Kriseninterventionsteams gebildet, die helfen sollen, psychische Folgen schrecklicher Unglücksfälle zumindest abzumildern.

Geschulte Helfer haben in der Nacht auch Polizeibeamte begleitet, die den Eltern der beiden getöteten jungen Männer die unfassbare Nachricht überbringen mussten.
Es stockt einem buchstäblich der Atem beim Gedanken daran, wie nun alle Beteiligten mit den Folgen dieser Tragödie fertig werden müssen. Eltern befürchten latent zu jeder Zeit ein Unglück, wenn Jugendliche nachts unterwegs sind. Für die Eltern der beiden Verstorbenen ist aus Furcht nun grausame Realität geworden.

Dann die junge Fahrerin. Welch eine Last sie nun auf ihren jungen Schultern zu tragen hat. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hat bereits ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen sie eingeleitet, wie eine Sprecherin bestätigt. Was daraus wird, ist natürlich im Moment noch völlig offen. Ein Gutachter prüft nun, wie es zu dem Unfall kommen konnte, ob und möglicherweise wie viel die junge Frau zu schnell gefahren ist und dergleichen mehr. Dieses Gutachten kann Wochen oder Monate in Anspruch nehmen, wie ein Polizeisprecher am Donnerstag mitteilte.
Die jungen Leute, die mit im Auto saßen, werden jeweils zum Unfallhergang befragt – und dann nimmt das Vefahren seinen Lauf. Je nachdem, was die Ermittlungen im Vorfeld ergeben, muss sich die junge Frau vor Gericht verantworten. Das Strafgesetzbuch sieht bei fahrlässiger Tötung einen Strafrahmen vor, der von Geldstraße bis zu fünf Jahren Haft reicht.
Ob die junge Fahrerin ihren Führerschein abgeben muss, ist noch offen. In der Unglücksnacht hatten alle Beteiligten wirklich andere Sorgen.

An der Unglücksstelle war in der Nacht ein Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Sechs Rettungswagenbesatzungen und zwei Notarztwagenbesatzungen waren vor Ort. Ein Arzt, der in der Nähe des Unfallorts wohnt, eilte sofort herbei, als er mitbekommen hatte, dass ganz in der Nähe etwas Schlimmes geschehen war. Die Welzheimer Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften ausgerückt. Die Landesstraße war bis 6.20 Uhr voll gesperrt.

Die Rettungskräfte kamen nach dem Einsatz in der Nacht noch im Welzheimer Feuerwehrgerätehaus zusammen, berichtet Sven Knödler: „Man muss versuchen, es zu verarbeiten. Jeder geht anders damit um.“