Blaulicht

Unfall mit Wiesel: Radfahrer tot

1/4
Unfall Wiesel Fahrrad_0
Der Radfahrer überquerte die Gleise um danach links abzubiegen. © ZVW/Sarah Utz
2/4
WhatsApp_Image_2018-09-25_at_16.52.18_1
Die Rettungskräfte sind am Bahnübergang an der Neuen Zumhofer Straße im Einsatz. © ZVW/Sarah Utz
3/4
Unfall Wiesel Fahrrad_2
Ein Feuerwehrauto sperrt die Strecke. © ZVW/Sarah Utz
4/4
Unfall Wiesel Fahrrad_3
Der Radfahrer kam aus der Brühlstraße - er wollte offenbar nach den Gleisen nach links in die Neue Zumhoferstraße abbiegen. © ZVW/Sarah Utz

Rudersberg. Ein 89-jähriger Radfahrer ist in Rudersberg gestorben, nachdem die Wieslauftalbahn ihn an einem Bahnübergang erfasst hatte.

Der Radfahrer ist am Dienstagnachmittag vom Zug erfasst und getötet worden. Der Senior überquerte gegen 15.45 Uhr in der Ortsmitte mit seinem Pedelec den Bahnübergang, an dem die Schranken heruntergelassen waren und die Signalanlage Rot zeigte. – Es ist der dritte Unfall an diesem Übergang seit 2015.

Das Unglück passierte am Bahnübergang an der Neuen Zumhofer Straße. Wie die Polizei mitteilt, kam der Radfahrer von der Brühlstraße her und wollte nach links auf die Neue Zumhofer Straße (L 1080) abbiegen. Dabei muss er die Schranke, das Rotlicht wie auch den von hinten herannahenden Zug übersehen haben. Der Mann wurde von der Wieslauftalbahn erfasst. Der Senior war sofort tot. Der Zug war von Schorndorf kommend in Richtung Oberndorf unterwegs und kam erst nach dem Bahnübergang zum Stehen.
Der Zugführer und die neun Fahrgäste der Wieslauftalbahn blieben unverletzt, standen jedoch unter dem Eindruck des Unfalls. Der Zugführer wurde von einem Notfallseelsorger, dem Rudersberger Gemeindepfarrer Arno Konrad, betreut. Konrad kümmerte sich um den Zugführer, der unter dem Eindruck des Unfalls stand. Eine psychologische Betreuung wurde noch am Abend von der Württembergischen Eisenbahngesellschaft (WEG), dem Betreiber der Wieslauftalbahn, in die Wege geleitet.

Bei dem Zugunfall waren ferner Rettungsdienst, Notarzt, DRK-Bereitschaft Wieslauftal, die Feuerwehr, Gemeindemitarbeiter, Vertreter der Betreiberfirma und die Polizei im Einsatz. Der Bürgermeister kam ebenfalls vor Ort und machte sich ein Bild des Geschehens. – Der Bahnverkehr war bis gegen 18 Uhr unterbrochen.

Kein Unfallschwerpunkt

Die Bahnstrecke im Wieslauftal gilt nicht als Unfallschwerpunkt. Gleichwohl kommt es regelmäßig zu schweren Unfällen, zuletzt im Februar 2018, als der Fahrer, 24, eines Kleinlieferwagens des Bauhofes in Schlechtbach einen unbeschrankten Bahnübergang überquerte, das Rotlicht übersah und vom „Wiesel“ erfasst wurde.

Im März 2016 hatte an gleicher Stelle wie am Dienstag ein Fußgänger schwere Verletzungen erlitten. Der 20-Jährige überquerte von der Brühlstraße kommend den Bahnübergang trotz geschlossener Bahnschranke und einem Warnsignal des Lokführers und wurde vom Zug erfasst. Er hatte vermutlich Kopfhörer getragen.

Im März 2015 hatte ein Mann im Bereich der Brühlstraße tödliche Verletzungen erlitten. Der Betrunkene war an einem Samstagabend gegen 22 Uhr grob fahrlässig entlang der Gleise in Richtung einer Tankstelle gelaufen, als er vom Zug erfasst wurde.