Blaulicht

Update: Entwarnung nach Drohung: Durchsuchung am ZfP beendet

Streifenwagen vor dem ZfP Winnenden symbol symbolbild symbolfoto
Polizeieinsatz am Zentrum für Psychiatrie in Winnenden. © Benjamin Büttner

Winnenden.
11.50 Uhr: 

Die Durchsuchungen auf dem Areal des Zentrums für Psychiatrie (ZfP) in Winnenden sind laut Polizei beendet. Vier Stunden lang hatten Polizisten das Areal durchsucht. Es wurde kein gefährlicher Gegenstand aufgefunden. Die Abläufe im Klinikum Schloss Winnenden wurden durch die polizeilichen Maßnahmen nicht gestört. Die Kriminalpolizei Waiblingen hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Bekannt ist, dass es an anderen Stellen im Land ebenfalls Drohungen gab. Ob Zusammenhänge bestehen, ist unter anderem Bestandteil der weiteren Ermittlungen.

Bereits beim Eingang der Droh-E-Mail an der Nachtpforte sei der Eindruck entstanden, dass es sich nicht um eine ernsthafte Drohung handle. Zur Vorsicht durchsuchte die Polizei dennoch das Gelände. Weder habe der Unbekannte mit Sprengstoff noch mit einer Waffe gedroht. Es waren keine Spezialeinsatzkräfte und keine Spürhunde im Einsatz.

Laut Michiko Pubanz, Sprecherin des ZfP, hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Patienten bestanden.


UPDATE:

11.40 Uhr: Die Durchsuchung dauert noch an (Stand 11.40 Uhr). "Wir gehen nicht davon aus, dass es etwas Ernsthaftes ist", betont Polizei-Pressesprecher Ronald Krötz. Es handle sich um eine "reine Vorsichtsmaßnahme". Die Gesamtbeurteilung habe ergeben, dass nicht von einer realen Bedrohung auszugehen sei. Aus ermittlungstaktischen Gründen nennt die Polizei keine Details dazu. Die Durchsuchung sei mittlerweile sehr weit fortgeschritten, so Ronald Krötz weiter. Es waren keine Spürhunde im Einsatz. Niemand musste wegen des Einsatzes die Gebäude des Zentrums für Psychiatrie verlassen. Der Betrieb laufe weiter.

Sobald der Einsatz abgeschlossen sei, werde die Öffentlichkeit informiert. 

Wer die E-Mail heute Nacht geschrieben hat, sei Gegenstand der Ermittlungen. 



11.10 Uhr: Die Polizei sucht im Moment (Dienstag, 28.11., 11.10 Uhr) am Zentrum für Psychiatrie in Winnenden noch nach einem gefährlichen Gegenstand, der dort deponiert sein könnte. Gefunden worden ist laut einem Polizeisprecher bisher nichts. Hintergrund ist eine Droh-Email, meldet die Polizei. In dieser Mail sei gedroht worden, dass ein gefährlicher Gegenstand abgelegt worden sei. 

Mehrere Streifenbesatzungen rückten gegen 7.30 Uhr aus und suchten die Gebäude nach verdächtigen Gegenständen ab. "Bislang ergaben sich weder Hinweise auf einen solchen Gegenstand noch darauf, dass der Drohung eine Ernsthaftigkeit zugrunde liegt", so die Polizei. Während der Durchsuchungen löste ein Fehlalarm an der Brandmeldeanlage aus, weshalb vorübergehend auch Kräfte der Feuerwehr aus Winnenden vor Ort waren. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch im Gange.

In zwei Gymnasien in Schramberg (Kreis Rottweil) und Offenburg seien am Morgen per E-Mail ebenfalls Amokdrohungen eingegangen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Auch hier durchsuchten Beamte die Gebäude.