Blaulicht

Welpenmord am Aichstrutsee

Pekinese Hund Symbol symbolbild symbolfoto
Symbolfoto. © Pixabay/CC0 Public Domain

Welzheim.
Der Anruf von Rosemarie Bernhardt hat es in sich: Sie engagiert sich für den Tierschutz in Welzheim und Umgebung und hat eine schlimme Entdeckung gemacht. Scheinbar wurde vor wenigen Tagen in der Nähe des Aichstrutsees mindestens ein kleiner Hund totgeschlagen – vielleicht auch die Mutter. Wir versuchen den Vorfall zu rekonstruieren, „einer widerlichen Sauerei“, wie Rosemarie Bernhard empört und fassungslos feststellt.

Zwei tote Hunde gefunden

Bereits am Donnerstag, 8. Juni, wie Rosemarie Bernhardt nun berichtet, habe ein ortsunkundiger Waldbesucher gegen 15.30 Uhr in der Nähe des Aichstruter Sees einen lebenden Welpen im Wald gefunden. Daneben habe die „verendete Mutter“ gelegen, wie die Welzheimer Polizei berichtet, die Aussagen des Mannes wiedergebend. Es stehe nicht fest, ob es sich wirklich um die tote Mutter gehandelt hat. Es wird vermutet. Das Problem: Der Hundefreund verließ den Wald, nahm den kleinen Hund, einen süßen Pekinesen, mit und verständigte anschließend das Veterinäramt. Auch „Tierschutz Welzheim und Umgebung e.V.“ wurde eingeschaltet. Eine Suche wurde eingeleitet. Doch der ortsunkundige Mann habe nicht mehr die Stelle im Wald gefunden, wo die tote Mutter gelegen haben soll. Am Freitag, 9. Juni, wird erneut ein schauriger Fund gemacht. Eine Reiterin entdeckt ebenfalls im Wald nahe des Badesees einen Welpen. Tot. Totgeschlagen. Rosemarie Bernhardt schildert, dass Verletzungen am Nacken beweisen würden, ein oder mehrere Unbekannte hätten den Hund umgebracht. Es gebe Fotos.

Drei Welpen leben

Die Polizei ergänzt, dass am Donnerstag zwei weitere Welpen, zum Glück lebend, bei Tierärzten abgegeben wurden. Demnach geht die Polizei von einem Welpen-Wurf mit mindestens vier Pekinsen und der Mutter aus. Der Gedanke liegt nahe, dass die fünf Tiere im Wald ausgesetzt worden sind, um sich ihrer zu entledigen. Der Tod der Hunde, zumindest der vier Welpen, sofern die Mutter bereits vorher gestorben war, wurde somit billigend in Kauf genommen. Der kleine, vom Mann aufgefundene Pekinese befindet sich nun zur Pflege in Welzheim. Der Finder habe ihn behalten wollen. Das gehe nicht, sagt die Tierschützerin, schließlich könne der Hund Krankheiten in sich tragen. Der tote Welpe wurde in einem Veterinäruntersuchungsamt genauer untersucht. Es sollte unter anderem festgestellt werden, ob der Hund ansteckende Krankheiten aufweist.

„Eine widerliche Sauerei!“

Das Fazit von Rosemarie Bernhardt: „Eine widerliche Sauerei!“ Daher wurde am 12. Juni die Polizei in Welzheim eingeschaltet. Die machte sich eilends auf die Suche, konnte aber die tote Mutter ebenfalls nicht im Wald auffinden. Sie haben einen Ermittlungsansatz, teilt die Polizei mit.

Der Polizeiposten Welzheim bittet um sachdienliche Hinweise

Wer hat am 8. Juni – und gegebenfalls auch schon früher – entsprechende Beobachtungen gemacht, die Aufschluss über die Tat geben könnten. Wer hat beispielsweise ein Auto mit mehreren Hunden gesehen, das rund um den 8. Juni in der Nähe des Aichstrutsees stand? Wer hat entsprechende Spuren entlang der Wege im Wald rund um den Aichstrutsee gesehen? Wer hat vielleicht zuvor schon die Hunde im Wald beobachtet?

Hinweise nimmt der Polizeiposten Welzheim entgegen: Gottlob-Bauknecht-Platz 3, Telefon: 07182/92810. Auch Rosemarie Bernhard ist unter 07183/4283262 zu erreichen. Sie dankt dem aufmerksamen Spaziergänger und hofft, die Polizei wird die vermutlichen Tiermörder finden.