VfB Stuttgart

Der "Raumschließer": Warum Wataru Endo der Schlüsselspieler des VfB Stuttgart ist

Wataru Endo
Wataru Endo. © Danny Galm

Am Samstag (03.10.) trifft die Elf von Trainer Pellegrino Matarazzo im Bundesliga-Heimspiel auf Bayer 04 Leverkusen (ab 15.30 Uhr im ZVW-Liveticker). Nach dem 4:1-Sieg der Schwaben am 2. Spieltag gegen den FSV Mainz staunten die Beobachter vor allem über die starke Offensive um Silas Wamangituka, Daniel Didavi und Sasa Kalajdzic. Dabei sollte vor allem ein Spieler im Rampenlicht stehen: Wataru Endo.

Endo ist als Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff unverzichtbar

Bereits nach zwei absolvierten Partien in der Fußball-Bundesliga zeichnet sich ab, was sich schon in der Rückrunde der zweiten Liga angedeutet hatte: Der 27-Jährige avanciert zum wichtigsten Spieler im Trikot mit dem roten Brustring. „Er ist aktuell nicht wegzudenken aus unserem Spiel. Er ist unser Dreh- und Angelpunkt“, so VfB-Trainer Matarazzo.

Obwohl Endo nicht als lautstarker Leader auf dem Platz in Erscheinung tritt, nimmt er die wohl wichtigste Rolle im Spiel der Schwaben ein: als Bindeglied zwischen Abwehr und Angriff. Kaum ein Spieler ist für die Balance des Stuttgarter Spiels so wichtig, wie er, auf keinen anderen VfB-Spieler trifft die Beschreibung „Schlüsselspieler“ besser zu.


Als Pellegrino Matarazzo in der SWR-Sendung „Sport im Dritten“ nach dem Mainz-Spiel nach Endo gefragt wurde, beschrieb er ihn als „Raumschließer“. Es gibt kaum eine Spielfeldecke, wo der Japaner nicht die Lücke schließt, wo er nicht den Gegner beackert - der vierfache Vater taucht gefühlt überall auf dem Platz auf. 11,5 Kilometer spulte der 27-Jährige in der Mainzer Opal-Arena ab und war damit wie so oft laufstärkster Stuttgarter.

Als Abräumer vor der Abwehr oder Angriffe einleiten – der Japaner kann fast alles

An Wataru Endo sticht vor allem seine Vielseitigkeit hervor. Ob im zentralen Mittelfeld oder in der Dreier-Kette, der japanische Nationalspieler kann überall im Zentrum spielen. Das bekannte Bild: er grätscht, kämpft, erobert Bälle und gewinnt Kopfball-Duelle – Endo ist der klassische Staubsauger vor der Abwehr.

Doch dabei wird oft vergessen, wie wichtig Endo auch für das Stuttgarter Angriffsspiel ist. Ist es richtig, dass der Japaner selten den letzten Pass spielt oder eher selten ein Tor erzielt? Ja. Ist das aber der richtige Ansatz, um ihn in seiner Offensiv-Qualitäten zu bewerten? Nein. 

Meist ist nicht der letzte Pass das Resultat eines gelungenen Angriffs, sondern der dritt- oder viertletzte – sprich die Entstehung eines Tors. Das Stuttgarter 2:1 in Mainz ist das perfekte Beispiel dafür: Sasa Kalajdzic legt den Ball im Strafraum uneigennützig quer auf Daniel Didavi, der den Ball nur noch einschieben muss. Doch wer steckte den Ball rund 20 Meter vor dem Strafraum perfekt auf Kalajdzic durch? Richtig, Wataru Endo.