VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum Bundesliga-Auftakt gegen den SC Freiburg: Castro schwach, Kalajdzic überzeugt

Fußball Bundesliga VfB Stuttgart vs. SC Freiburg
Gonzalo Castro zeigte gegen den SC Freiburg eine schwache Leistung. © Pressefoto Baumann

Der VfB Stuttgart hat sein erstes Bundesliga-Spiel nach dem Wiederaufstieg verloren: In einer wilden Partie mussten sich die Schwaben dem SC Freiburg mit 3:2 geschlagen geben. Nach einer schwachen ersten Hälfte steigerten sich die Stuttgarter in der zweiten Halbzeit und kamen fast noch zum Ausgleich. Die VfB-Profis in der Einzelkritik unserer Redaktion:

Gregor Kobel

Sah beim 1:0 nicht gut aus, übersah den frei einköpfenden Nils Petersen. Pariert kurz vor dem 0:2 stark, kann das Abstauber-Tor aber nicht verhindern. Auch beim 0:3 ohne Abwehrchance, hatte aber immer wieder den ein oder anderen Wackler in seinem Spiel. – Note: 3,5

Waldemar Anton

Spielte in der Anfangsphase ein paar gute Diagonal-Bälle und machte zunächst einen stabilen Eindruck. Der 24-Jährige schlief aber beim 0:2, Sallai konnte den Abpraller unbedrängt einschieben. Leistete sich in der Folge viele einfache Abspielfehler und wirkte nervös. – Note: 4

Marcin Kaminski

Agierte wieder in der Zentrale der Stuttgarter Dreier-Kette. Leistete sich vor dem 0:1 einen schweren Stellungsfehler und war auch sonst nicht sattelfest. 50 Prozent gewonnene Zweikämpfe sind für seine zentrale Position in der Dreier-Kette einfach zu wenig, immerhin brachte er 92 Prozent seiner Pässe an. – Note: 4

Marc Oliver Kempf

Der Ex-Freiburger hatte einen durchwachsenen Auftritt. Erst ließ er im Zusammenspiel mit Wamangituka die Flanke beim 0:1 zu, später übersah er beim 0:3 seinen Gegenspieler im Rücken. Hatte mit 68 Prozent aber die beste Zweikampfquote des Stuttgarter Defensivverbunds. – Note: 4

Silas Wamangituka

Immer wieder gefährliche Läufe in die Tiefe. Muss in der 15. Minute das 1:1 machen, scheitert aber frei vor Müller – da war sie wieder, die gewohnte Abschlussschwäche. Tauchte in der zweiten Halbzeit über weite Strecken ab und konnte sein Tempo nicht mehr ausspielen. In der 81. Spielminute strafte er seine Kritiker und erzielte mit einem starken Linksschuss das 2:3. – Note: 3

Roberto Massimo

Der 19-Jährige hat gute Ansätze, bringt aber meist den entscheidenden Ball nicht an den Mann. Wirkt oft übermotiviert und ist dadurch in seinen Aktionen zu schlampig. An keiner gefährlichen Aktion beteiligt. – Note: 5

Wataru Endo

Der Japaner agierte zweikampfstark, ging auch dahin wo´s weh tut. War gewohnt kopfballstark und zweikampfstark (65 Prozent). Der 27-Jährige ist das Schweizer Taschenmesser für den VfB, spielte nach dem Rückstand in der Dreier-Kette. – Note: 2,5

Gonzalo Castro

Der Stuttgarter Kapitän agierte passsicher, spielte gute Bälle in die Spitze (Passquote 81 Prozent). Gewann aber kaum einen Zweikampf (nur 27 Prozent), trat schwache Standards. Muss das 1:3 machen und wurde in der 60. Minute ausgewechselt. – Note: 4,5

Orel Mangala

Setzte seinen Körper wie gewohnt gut ein, vertändelte aber viele Bälle. Hatte in der 40. Minute den Anschlusstreffer auf dem Fuß, schoss den Ball aber weit übers Tor. Hatte eine ungewohnt schwache Zweikampfquote (57 Prozent). Von dem jungen Belgier kann mehr erwartet werden. – Note: 4

Daniel Didavi

War gewohnt umtriebig und immer anspielbar. Leistete sich ein unnötiges Foul vor dem 0:2, das darf dem Routinier nicht passieren. Bereitete das Kalajdzic-Tor vor, strahlte aber sonst zu wenig Torgefahr aus. – Note: 3,5

Mateo Klimowicz

War in Halbzeit Eins kaum eingebunden ins Offensivspiel, leistete sich viele einfache Abspielfehler. Wirkte oft zu ungestüm, man merkt dem jungen Argentinier seine Unerfahrenheit an. Steigerte sich in der zweiten Halbzeit, konnte aber nur einmal aufs Tor schießen. Dazu schwache Zweikampfquote (29 Prozent). – Note: 5

Philipp Klement (ab der 60. Minute für Gonzalo Castro)

Machte nach seiner Einwechslung ein gutes Spiel, forderte viele Bälle und verteilte diese gut. Schlug gefährliche Standards und wirkte spielfreudig. In der Nachspielzeit fast mit dem Ausgleichstreffer. – Note: 2.

Sasa Kalajdzic (ab der 65. Minute für Marcin Kaminski)

Mit dem 23-Jährigen kam eine Komponente ins Spiel, die dem VfB zuvor gefehlt hatte: Ein körperlich robuster Strafraumstürmer. Chippte den Ball in der 74. Minute sehenswert zum Stuttgarter 1:3 ins Tor und war auch sonst sehr auffällig. – Note: 2

Hamadi Al Ghaddioui (ab der 78. Minute für Mateo Klimowicz)

War im Gegensatz zu seinem österreichischen Sturmkollegen kaum ins Spiel eingebunden, hatte keine gefährliche Aktion. – Note: Ohne Bewertung

Momo Cisse (ab der 78. Minute für Roberto Massimo)

Übernahm den Part von Roberto Massimo, agierte unauffällig. – Note: Ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form