VfB Stuttgart

Einzelkritiken zum VfB-Sieg in Mainz: Fixpunkt Wataru Endo, Silas Wamangituka kommt in Schwung

Fußball Bundesliga  FSV Mainz 05 vs. VfB Stuttgart
Zweites Bundesliga-Spiel, zweiter Treffer: VfB-Angreifer Silas Wamangituka. © Pressefoto Baumann

Dem FSV Mainz 05 ist nach der Streikaktion seiner Spieler auch sportlich in eine tiefe Krise gerutscht. Mit dem 1:4 (1:1) gegen Aufsteiger VfB Stuttgart gelang dem Team am Samstag auf dem Platz keine Schadensbegrenzung. Die Treffer zum ersten Bundesligasieg nach dem Liga-Comeback der Schwaben erzielten Silas Wamangituka (45.), Daniel Didavi (61.), Mateo Klimowicz (80.) und Sasa Kalajdzic (86.). Die Stuttgarter Profis in der Einzelkritik unserer Redaktion: 

Torhüter

Abwehr

  • Marc Oliver Kempf: Komplett orientierungslos vor dem ersten Gegentreffer, Quaison hatte freie Bahn. Zudem mit mäßiger Zweikampfquote (33 Prozent). Das kann der Ex-Kapitän deutlich besser - Note: 4
  • Waldemar Anton: Zentraler Mann in der Stuttgarter Dreierkette, hatte immer wieder Probleme mit dem flinken Quaison. Schlechtes Stellungsspiel vor dem 0:1, als er Mateta aus den Augen verloren hat. Steigerte sich dann aber und hielt den Laden in den zweiten 45 Minuten dicht - Note: 3
  • Pascal Stenzel: Unauffälliger Auftritt in der schwäbischen Dreierreihe und eine komplett unnötige Gelb-Rote Karte kurz vor dem Abpfiff - Note: 4

Mittelfeld

  • Wataru Endo: Der Fixpunkt im Spiel der Stuttgarter. Ob als aufmerksamer Balldieb im Mittelfeld oder als Ideengeber für die Offensive (wie zum Beispiel vor dem den zweiten VfB-Treffer). Der Japaner liefert an diesem Nachmittag einen starken Auftritt ab - Note: 2
  • Gonzalo Castro: Körperlich sehr präsent, immer anspielbar, viele Ballgewinne im Zentrum und eine starke Vorarbeit zum wichtigen 1:1 kurz vor dem Pausenpfiff - Note: 2
  • Borna Sosa: Auf der linken Außenbahn zunächst um Sicherheit bemüht, wenig Impulse fürs Offensivspiel, solide und fleißig in der Defensive, aber mit schwacher Zweikampfquote (20 Prozent) - Note: 3,5
  • Daniel Didavi: Der Spielmacher der Schwaben brauchte eine Weile, um ins Spiel zu finden. Er wirkte lange gehemmt und trat harmlose Standards. In Hälfte zwei drehte Didavi dann auf und schob den Ball nach Vorarbeit von Kalajdzic zum zwischenzeitlichen 2:1 in den Mainzer Kasten (60.) - Note: 3
  • Orel Mangala: Gewohnt ballsicher, aber diese Woche erschreckend schwach in den direkten Duellen (nur 18 Prozent gewonnene Zweikämpfe). Gegen die indisponierten Mainzer fiel das aber nur wenig ins Gewicht - Note: 3,5
  • Silas Wamangituka: Hatte zunächst einen schweren Stand gegen Brosinski und erzielte trotzdem einen klasse Treffer zum 1:1 kurz vor der Pause. Scharf, flach mit rechts und präzise. Auffälligster Offensivspieler der Schwaben, der augenscheinlich die nächste Entwicklungsstufe in Sachen Abschlussqualität erklommen hat. Zudem noch die super Vorarbeit zum vorentscheidenden 3:1 durch Joker Klimowicz. Der Youngster kommt langsam so richtig in Schwung! - Note: 2

Sturm

  • Sasa Kalajdzic: Sehr präsent in der Box, tolle Vorarbeit zum Tor von Daniel Didavi (60.), als er den Ball uneigennützig auf den besser postierten Mitspieler ablegte. Ackerte unermüdlich und belohnte sich kurz vor dem Abpfiff selbst für seinen starken Auftritt mit dem Treffer zum 4:1 (86.) - Note: 2

Einwechselspieler

  • Mateo Klimowicz (ab der 74. Minute für Gonzalo Castro): Machte wenige Minuten nach seiner Einwechslung mit seinem ersten Bundesliga-Treffer alles klar (80.) - Note: -
  • Roberto Massimo (ab der 82. Minute für Silas Wamangituka): Lattenknaller in der 86. Minute! Den Abpraller brachte Kalajdzic im Tor unter - Note: -
  • Tanguy Coulibaly (ab der 82. Minute für Daniel Didavi): Ohne nennenswerte Aktion - Note: -
  • Hamadi Al Ghaddioui (ab der 87. Minute für Sasa Kalajdzic): ohne Bewertung
  • Phillip Klement (ab der 87. Minute für Orel Mangala): ohne Bewertung

Die Benotung

1 = überragend | 2 = stark | 3 = solide | 4 = dürftig | 5 = schwach | 6 = außer Form