VfB Stuttgart

Führungskrise beim VfB Stuttgart: Die Präsidiumsmitglieder Rainer Mutschler und Bernd Gaiser widersprechen Präsident Claus Vogt

Kopie von VfB Stuttgart Mitgliederversammlung 2017 Vereinsbeirat_4
Präsidiumsmitglied Bernd Gaiser. © Danny Galm

Die Präsidiumsmitglieder Bernd Gaiser und Rainer Mutschler wehren sich gegen die von Präsident Claus Vogt angestrebte Verlegung der nächsten Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart in den kommenden September.

Es sei «Fakt, dass das Präsidium am 2. November 2020 einstimmig einen Beschluss zur Durchführung der nachzuholenden Mitgliederversammlung 2020 am 18. März 2021 gefasst hat», erklärte das Duo in einer schriftlichen Stellungnahme am Mittwochabend (27.01.). «Eine der akzeptierten Optionen war eine digitale Veranstaltung. Dieser Beschluss ist bindend und wurde von allen Mitgliedern des Präsidiums seitdem in zahlreichen Vorbereitungssitzungen bestätigt.»

Über diese Beschlussfassung könne sich «niemand, auch nicht der Präsident, hinwegsetzen, ohne gegen die Satzung zu verstoßen», so die beiden Präsidiumsmitglieder. Vogt hatte - wegen der noch nicht aufgeklärten Datenaffäre rund um den Fußball-Bundesligisten und in der Hoffnung, im Herbst zumindest eine Teilpräsenzveranstaltung abhalten zu können - zuvor angekündigt, die für März geplante Versammlung nicht einzuberufen. In deren Rahmen stehen auch neue Präsidentschaftswahlen an. Neben dem Amtsinhaber hat sich auch VfB-Vorstandschef Thomas Hitzlsperger dafür beworben.

«Ein Fortdauern des aktuellen Zustandes bis September halten wir gegenüber dem Verein für nicht zumutbar», schrieben Gaiser und Mutschler. «Der VfB Stuttgart braucht jetzt Klarheit, wer den Verein als Präsident in den nächsten vier Jahren führen soll.» Auf weitere von Vogt vorgebrachte Vorwürfe wolle man nicht eingehen. Es bestehe aber «seit geraumer Zeit» ein «Dissens» zwischen Vogt auf der einen und den beiden weiteren Präsidiumsmitgliedern auf der anderen Seite - «auch schon deutlich vor dem Aufkommen der Datenaffäre im vergangenen Oktober». Der Abschlussbericht von der mit den Nachforschungen dazu beauftragten Kanzlei Esecon solle am 1. Februar vorgelegt werden.