2:1-Heimerfolg gegen Bochum Kein Glanz, aber der nächste Sieg für den VfB

Stuttgart. Die baden-württembergische Landeshauptstadt bleibt ein schlechtes Pflaster für den VfL Bochum. Seit 32 Jahren warten die Bochumer auf einen Sieg in Stuttgart und auch am Montagabend gab es für den VfL im Schwabenland nichts zu holen. Beim 2:1-Erfolg zum Abschluss des 5. Spieltages trafen Daniel Didavi (19.) und Nicolas Gonzalez (48.) für den VfB. Silvere Ganvoula hatte vor 48.624 Zuschauern den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt (40.). 

Der Bundesliga-Absteiger festigt somit seinen Platz in der Spitzengruppe der 2. Liga und rangiert nach fünf Spieltagen hinter Tabellenführer Hamburg (13 Punkte) mit elf Zählern auf dem zweiten Tabellenplatz. Der dritte Saisonsieg der Stuttgarter war dabei erneut kein glanzvoller, aber die Punktausbeute spricht für sich.

Cheftrainer Walter hatte seine Mannschaft im Vergleich zur Nullnummer in Aue auf drei Positionen verändert: Für den gesperrten Borna Sosa verteidigte Emiliano Insua hinten links und im Sturm durfte Neuzugang Silas Wamangituka erstmals von Beginn an ran. An seiner Seite spielte der erfahrene Hamadi Al Ghaddioui. Nicolas Gonzalez und Mateo Klimowicz nahmen zunächst auf der Bank Platz. 

Darum stand Santiago Ascacibar nicht im Kader

Aus disziplinarischen Gründen stand Mittelfeldspieler Santiago Ascacibar nicht im Kader. „Das werden wir intern klären, mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, erklärte Walter vor dem Anpfiff im TV-Interview bei Sky . Mit einem bevorstehenden Wechsel - Real Betis Sevilla hatte zuletzt Interesse am Argentinier angemeldet - habe die Suspendierung nichts zu tun. „Er gehört dem VfB.“ Beim VfL gab’s nach dem wilden 3:3 gegen Aufsteiger Wehen Wiesbaden lediglich zwei Wechsel: Neuzugang Christian Gamboa und Jordi Osei-Tutu ersetzten Armel Bella Kotchap und Milos Pantovic.

Bochums Interimstrainer Heiko Butscher schickte seine Elf in einem 4-2-3-1-System auf den Rasen und der VfL verlagerte sich zunächst auf die Defensivarbeit. Der VfB dominierte in seinem gewohnten 4-4-2-Sytsem die Anfangsphase und der auffällige Philipp Klement hatte nach Vorarbeit von Daniel Didavi die erste Torchance der Partie, verzog aus spitzem Winkel aber knapp (16.). Nur drei Minuten später spielte Klement dann einen traumhaften Flugball auf Didavi, der den Ball humorlos zur 1:0-Führung für die Hausherren in die Maschen jagte. 

Mit der Führung im Rücken wird der VfB unkonzentriert

Doch mit der Führung im Rücken schlichen sich im Stuttgarter Spiel zahlreiche Unzulänglichkeiten ein, die der VfL aber zunächst nicht ausnutzen konnte. Erst stibitze VfL-Stürmer Silvere Ganvoula den Ball von Nathaniel Philipps und scheiterte am aufmerksamen Stuttgarter Keeper Gregor Kobel (23.), dann setzte der Kongolese die Kugel aus aussichtsreicher Position knapp neben den Pfosten (29.) und auch Mittelfeldspieler Jordi Osei-Tutu fand in Kobel seinen Meister (33.). 

Quasi im Gegenzug prüfte Daniel Didavi Bochums Schlussmann Manuel Riemann mit einem satten Volleyabschluss. Die Walter-Elf war in dieser Phase des Spiels defensiv wie offensiv immer für eine Überraschung gut - und so kamen die Bochumer kurz vor der Pause doch noch zum nicht unverdienten Ausgleich: Nach einer Ecke von Danny Blum kam Ganvoula vollkommen frei zum Abschluss und versenkte die Kugel mit einem präzisen Flachschuss zum 1:1 (40.).

Kurz nach seiner Einwechslung schlenzt Gonzalez den Ball in den Knick

Aus der Pause kamen die Hausherren mit einem Wechsel. Nicolas Gonzalez durfte in den zweiten 45 Minuten für den glücklosen Hamadi Al Ghaddioui ran und führte sich gleich prächtig ein. Mit einem herrlichen Schlenzer genau in den Knick schoss er die Hausherren kurz nach dem Wiederanpfiff wieder in Führung (48.). Doch wie schon im ersten Durchgang brachte die Führung keine Sicherheit ins Stuttgarter Spiel.

Gerade bei Kontern des VfL präsentierten sich die Schwaben extrem anfällig. Die eigenen Tempogegenstöße wurden wiederum oftmals nicht konsequent zu Ende gespielt. Und so mussten die treuen Fans in der Stuttgarter Arena - 48.624 an einem Montagabend - wieder bis in die Schlussphase zittern, durften aber letztlich im dritten Heimspiel den dritten Heimsieg bejubeln. Bezeichnenderweise siegte der VfB in allen drei Partien knapp mit 2:1. Aber drei Punkte sind eben drei Punkte.

Die Schwaben nutzen die bevorstehende Länderspielpause für zwei Testspiele. Im Rahmen des „Drei-Ligen-Cups“ trifft die Walter-Elf am kommenden Freitag (6. September) in der Aspacher Mechatronik-Arena auf den österreichischen Zweitligisten Austria Lustenau (18 Uhr) und auf die SG Sonnenhof Großaspach (19.30 Uhr). Danach geht es für die Stuttgarter am Samstag, den 14. September, mit einem Auswärtsspiel in Regensburg weiter. Anpfiff der Partie in der Continental-Arena ist um 13 Uhr. Der VfL Bochum empfängt am 6. Spieltag sonntags um 15.30 Uhr im heimischen Ruhrstadion die SG Dynamo Dresden. 


VfB Stuttgart - VfL Bochum 2:1 (1:1)

Stuttgart: Kobel - Stenzel, Phillips, Badstuber, Insua - Karazor - Klement (80. Mangala), Castro - Didavi - Wamangituka (90. Gomez), Al Ghaddioui (46. Gonzalez)

Bochum: Riemann - Gamboa, Decarli, Lorenz, Danilo - Losilla, Janelt, Osei-Tutu, Maier (40. Pantovic), Blum (79. Eisfeld) - Ganvoula

Tore: 1:0 Didavi (19.), 1:1 Ganvoula (40.), 2:1 Gonzalez (48.)

Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin)

Zuschauer: 48.624

Gelbe Karten: Decarli (63.)

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